Botín und trittel suchen copa américa-form in cagliari
Die Luft in Cagliari knistert vor Spannung – und vor Wind. Für Diego Botín und Florian Trittel, zwei Schlüsselfiguren des La Roche-Posay Racing Team, ist die Regatta Preliminar nicht nur ein Wettkampf, sondern eine intensive Vorbereitung auf die Copa América im kommenden Jahr in Neapel. Nach zwei Tagen voller Herausforderungen und gemischter Gefühle suchen sie nach dem letzten Feinschliff, um im italienischen Wind ihre Bestform zu erreichen.
Ein wettlauf gegen die elemente und die konkurrenz
Die zweite Wettkampftage in Cagliari offenbarte eine neue Seite der Herausforderung: leichtere Winde zwischen 11 und 16 Knoten aus Südostrichtung. Doch die Bedingungen waren trügerisch. „Es waren drei Rennen mit einem extrem hohen Niveau, in denen jeder Fehler teuer zu Buche schlug“, analysiert Trittel. Der Winddreher des Teams beschreibt, wie die Böen unberechenbar wechselten, die Strategie ständig neu justieren ließen. Ein Fehlstart in der ersten Regatta und eine verlorene Flugphase beim Manövrieren zeigten die Schwächen auf, die das Team noch ausmerzen muss.
„Wir haben das Gefühl, stark sein zu können, aber es fehlt uns noch ein bisschen, um es zu erreichen“, so Trittel ehrlich. Die Erfahrung im gemeinsamen Wettkampf auf dieser speziellen Regattastrecke fehlt dem Team noch. Die Konkurrenz, insbesondere Luna Rossa 1, die mit 55 Punkten die Spitze anführt, hat hier bereits deutlich mehr Stunden im Training absolviert. Das spiegelt sich unweigerlich im Ergebnis wider.

Frustration und hoffnung im wechselbad der gefühle
„Es war ein guter Tag und gleichzeitig frustrierend“, fasst Botín die Stimmung zusammen. Der Steuermann des La Roche-Posay Racing Teams räumt ein, dass Fehler unvermeidlich waren, insbesondere da das Team zum ersten Mal gemeinsam an einem solchen Wettbewerb teilnimmt. „Die Dinge, an denen wir gearbeitet haben, funktionieren, und wir können unseren Prozessen vertrauen“, betont er. Das gibt Anlass zur Hoffnung, dass in der Zukunft noch vieles möglich ist.
Emirates Team New Zealand liegt aktuell auf dem zweiten Platz mit 47 Punkten, während Luna Rossa 2 mit dem erfahrenen Peter Burling am Ruder den dritten Rang belegt. Die Copa América rückt näher, und für Botín und Trittel ist klar: Die Arbeit ist noch nicht getan. Die kommenden Rennen werden zeigen, ob sie die letzten Hürden überwinden und in Neapel eine ernstzunehmende Rolle spielen können. Die italienische Küste ist ein harter Test, aber auch eine Chance, sich zu beweisen und die eigene Leistungsfähigkeit zu steigern. Die Suche nach der perfekten Harmonie im Team geht weiter – und der Wind wird dabei ein unberechenbarer, aber notwendiger Verbündeter sein.
