Bosnien schießt italien raus: das azzurri-desaster ist komplett

Italien weint wieder. Nach 90 Minuten Krimi, 30 Minuten Verlängerung und einem Elfmeter-K.o. steht die Squadra Azzurra vor Scherben – und Bosnien vor der WM 2026. Die 2:5-Pleite im Zenica-Duell bedeutet: Erstes Mal 2018, zweites Mal 2022, drittes Mal 2026. Vier Weltmeister-Sterne, null WM-Tickets.

Gattuso versprach den turnaround – und scheiterte spektakulär

Der Auftrag war klar: Luciano Spalletti raus, Gennaro Gattuso rein, WM-Qualifikation ran. Der ehemalige Mittelfeld-Rambo holte fünf Siege aus sechs Spielen, schaufelte Italien in die Playoffs und schien die DNA seines Fußballs wiederherzustellen: Leidenschaft, Kampf, Drecksarbeit. Dann kam Zenica. Und mit Zenica kam das Chaos. Bereits in der 41. Minute flog Alessandro Bastoni nach einer Grätsche gegen Amar Memic vom Platz – Rot, Unterzahl, offene Wunde. „Wir haben alles versucht, aber wir sind am Ende an unseren Nerven gescheitert“, sagte Gattuso, der nun wohl selbst am Pranger steht.

Donnarumma hält, esposito scheitert – und cristante trifft nur holz

Donnarumma hält, esposito scheitert – und cristante trifft nur holz

Gianluigi Donnarumma parierte in der regulären Spielzeit sieben Großchancen, in der Verlängerung rettete er gegen Francesco Esposito aus kurzer Distanz. Doch im Elfmeterschießen war plötzlich Nikola Vasilj der Star. Der St.-Pauli-Keeper vertonte Bosniens erste Runde mit zwei Reflexen, während Esposito den Ball ins Zenica-Nachtglühen schoss und Bryan Cristante nur die Latte traf. Die Bilanz: 5:2 für Bosnien, 0:3 für Italien – in Sachen Weltmeisterschaften.

Die bosnier feiern, die azzurri zerbrechen

Die bosnier feiern, die azzurri zerbrechen

Edin Dzeko umarmt Haris Tabakovic, Esmir Bajraktarevic wird auf Schultern getragen, der Zenica-Stadion-Boden bebt. Erst 2014 war Bosnien dabei, jetzt soll Kanada/Mexiko/USA der zweite Stopp werden. Für Italien bleibt nur die Erkenntnis: Selbst ein EM-Titel 2021 reicht nicht, um die eigene Geschichte zu kitten. Die Nacht endet mit Tränen, nicht mit Tickets. Und mit der Gewissheit: Nächster Anlauf 2030 – vorausgesetzt, die FIFA vergibt weiterhin vier Sterne, kein Startplatz.