Borussia mönchengladbach trauert: gerd vom bruch stirbt mit 84 jahren
Ein Schock für die Fußballwelt: Gerd vom Bruch, eine prägende Figur in der Geschichte von Borussia Mönchengladbach, ist im Alter von 84 Jahren verstorben. Der frühere Trainer und Berater hinterlässt eine Lücke, die nur schwer zu füllen sein wird. Besonders bewegende Worte findet sein ehemaliger Schützling Marcell Jansen.
Vom feuerwehrmann zum spielerberater: eine außergewöhnliche karriere
Gerd vom Bruch war mehr als nur ein Trainer. Er übernahm die Borussia in einer schwierigen Phase und wurde zum ersten „Feuerwehrmann“ der Vereinsgeschichte. Der Klassenerhalt am Ende der Saison 1989/90 war ein Triumph, auch wenn der 15. Platz die schlechteste Bundesliga-Platzierung des Vereins bis dato darstellte. Doch vom Bruch blieb nicht stehen. Nach weiteren Stationen beim Wuppertaler SV, Alemannia Aachen und Rot-Weiß Oberhausen wagte er im Jahr 2000 einen Neuanfang als Spielerberater. Mit der Agentur „Coaches and more“, später „Roof“, betreute er einige der bekanntesten Namen des Fußballs.
Ter Stegen, Kramer und Jansen gehörten zu seinen namhaftesten Klienten. Besonders die Beziehung zu Marcell Jansen war von tiefer Verbundenheit geprägt. Jansen verabschiedete sich auf Facebook mit einem emotionalen Post, der die tiefe Trauer und Dankbarkeit ausdrückt.

„Wie eine zweite vaterfigur“: jansen würdigt seinen mentor
„Ich glaube, tief in mir hatte ich immer Angst vor genau diesem Moment“, schrieb Jansen. „Du warst für mich viel mehr als ein Berater oder Wegbegleiter im Fußball. Du warst für mich wie eine zweite Vaterfigur.“ Diese Worte zeigen, welch wichtige Rolle vom Bruch im Leben des ehemaligen Nationalspielers spielte. Er war ein Halt in einer „verrückten Fußballwelt“ und gab Jansen stets das Gefühl, alles richtig zu machen. Ein besonders bewegender Moment war Jansens Entscheidung, seine aktive Karriere im Alter von 29 Jahren zu beenden. Vom Bruch reagierte mit einem Lachen und den Worten: „Langer, ich wusste immer, du bist verrückt. Aber wenn es sich richtig anfühlt, dann mach genau das.“
Die gemeinsame Zeit, so Jansen, ging ihm nie nur um Fußball. „Es ging dir immer um den Menschen.“ Ein Vermächtnis, das weit über den Sport hinausgeht und die Werte eines Menschen widerspiegelt, der stets das Wohl seiner Schützlinge in den Mittelpunkt stellte. Gerd vom Bruch hat eine Ära geprägt und wird in Erinnerung bleiben – als Trainer, Berater und vor allem als Mensch.
