Bordalás explota: „indignado“ nach dem sieg gegen real sociedad!

Getafe hat sich im Reale Arena gegen die Real Sociedad mit einem knappen Ergebnis durchgesetzt – ein Sieg, der den Klassenerhalt quasi besiegelt. Doch die Freude des Trainers José Bordalás wird von einer heftigen Kritik an der Schiedsrichterleistung getrübt. Ein Sieg, der bitter nachwirkt.

Der jubel über den klassenerhalt wird vom unmut überschattet

Die Erleichterung steht Bordalás ins Gesicht geschrieben, als er über den Triumph spricht: „Wir haben uns gegen den aktuellen Pokalsieger gewehrt, ein Team, das ein unglaubliches Tempo hat. Wir waren sehr solidarisch und sind überglücklich, die fast sichere Rettung erreicht zu haben.“ Die Leistung seiner Mannschaft lobt er ausdrücklich, betont das „Leiden“, das nötig war, um diesen wichtigen Sieg zu erringen. Ein Sieg, der einem besonderen Menschen gewidmet ist: „Dieser Sieg gilt einer sehr verehrten Anhängerin, die diese Woche leider verstorben ist. Wir haben sie im Himmel gesehen und sind umso glücklicher.“

Doch die Freude wird jäh unterbrochen, als das Thema Karten aufkommt. Bordalás kann sein Unverständnis kaum verbergen: „Ich verstehe diese vielen Karten nicht!“. Er spricht von einer ungerechten Behandlung seines Teams und zeigt sich sichtlich verärgert über die Entscheidungen des Schiedsrichterteams. „Es ist, als würden wir nicht fair behandelt werden, und dann bekommen wir noch so viele Karten? Ich bin ehrlich gesagt ein bisschen indigniert.“ Die gelben Karten für Nyom, Mauro und sogar Luis scheinen ihn besonders aufgebracht zu haben.

Ein fragwürdiger elfmeter und ein später treffer

Ein fragwürdiger elfmeter und ein später treffer

Ein weiterer Streitpunkt ist der Elfmeter, den Brais abpfiff. Bordalás beteuert: „Das sind Situationen, die im Fußball vorkommen. Man hofft immer, dass kein Elfmeter gepfiffen wird, es gab keine Absicht, er ging sogar daneben. Und dann hofft man, dass David pariert, was er auch hätte machen können.“ Die Diskussion um die strittige Szene zeigt, dass der Sieg nicht ohne Kontroversen errungen wurde.

Der Treffer von Gorrotxa wird von Bordalás hingegen positiv hervorgehoben: „Ich bin froh, dass wir in Führung gegangen sind. Wir wussten, dass es hart werden würde, die Real Sociedad hat starke Argumente und Alternativen, sie sind ein grandioser Verein.“

Während die Spieler bereits an die nächste Aufgabe denken, richtet Bordalás seinen Blick nach vorne: „Unser Ziel ist es, ambitioniert zu sein, von Spiel zu Spiel zu gehen. Jetzt gilt es, uns auf das nächste Spiel vorzubereiten, gegen das formstärkste Team der Liga. Wir müssen unsere Jungs erholen und fit machen, um so viele Punkte wie möglich zu sammeln und zu sehen, wie weit wir kommen können.“

Obwohl Getafe keine Torschüsse aufs Tor hatte, sieht Bordalás darin keine Überraschung: „Das ist Fußball, das kann passieren. Wir wussten, dass wir leiden würden, wir sind in ein schwieriges Umfeld gegen ein aufstrebendes Team gekommen. Es ist ein Verdienst von Getafe, dass wir mit diesem Ergebnis davongekommen sind.“

Am Ende des Spiels offenbarte Bordalás seine Verwirrung: „Ich weiß nicht, was am Ende des Spiels passiert ist. Später habe ich gefragt und mir wurde gesagt, dass nichts Besonderes vorgefallen ist.“

Die Schiedsrichterentscheidungen lassen den Sieg im doppelten Sinne bitter schmecken. Bordalás‘ Frustration ist spürbar. Die Rettung ist zwar fast sicher, doch der Gerechtigkeitssinn des Trainers ist verletzt.