Bonn verspielt den sieg in ulm – grayson murphy liefert den entscheidenden ballverlust
Die Telekom Baskets Bonn haben in Ulm einen Sieg in der Hand gehabt – und ihn trotzdem verloren. Mit 77:84 (40:39) unterlagen die Rheinländer beim Ratiopharm Ulm, weil sie in den letzten 36 Sekunden zwei Mal den Ball verschenkten. Der Sieg wäre ein großer Schritt Richtung Playoffs gewesen. Stattdessen schmilzt der Vorsprung auf Platz vier auf zwei Punkte – bei zwei Spielen mehr.
Jeff garrett trägt bonn, aber ulm trifft in der crunchtime
Jeff Garrett Jr. war der beste Bonner mit 23 Punkten. Er traf schwere Sprungwürfe, kämpfte sich durch die Zone und hielt seine Mannschaft mit Joel Aminu über Wasser. Doch genau diese beiden verloren in der Schlussphase die Nerven. Nach einem 7:0-Lauf zum 68:62 sah es nach Bonner Sieg aus. Doch dann kam Ulm zurück.
Tobias Jensen erzielte den Ausgleich, Justin Simon donnerte den Dunk zum 74:72. Bonn hatte noch zwei Angriffe. Beide endeten mit Ballverlusten. Erst Murphy, dann Comithier. Die Ulm-Fans tobten, die Bonner standen mit leeren Händen da.

Die baskets haben ihre hausaufgabe nicht gemacht
Die Statistik lügt nicht: 16 Ballverluste in 40 Minuten. Das ist zu viel gegen ein Ulm-Team, das in der Schlussphase jeden Fehler bestraft. Coach Igor Jovovic wird sich die letzten drei Minuten mehrfach ansehen. Seine Mannschaft hatte die Kontrolle – und gab sie mit Leichtsinn her.
Am Freitag kommt Ludwigsburg in die Telekom-Arena. Das ist keine Warnung mehr, das ist eine Kampfansage. Bonn muss gewinnen, sonst rutscht es weiter runter. Die Playoffs rücken in weite Ferne.
