Bonn verpasst matchball: würzburg gleicht die serie aus!
Schock in Bonn! Die Telekom Baskets haben im vierten Viertelfinalspiel der Basketball-Bundesliga (BBL) überraschend gegen die Fitness First Würzburg Baskets die Segel streichen müssen und damit den ersten Matchball vergeben. Mit 70:82 (31:36) setzte es eine deutliche Niederlage, die die Serie wieder auf 2:2 zugleichen bringt. Das Rückspiel in Bonn am Mittwoch wird nun zur alles entscheidenden Schlacht.

Die würzburger zeigen mentale stärke
Vor 2854 Zuschauern präsentierte sich Würzburg nach der bittere Erfahrung des dritten Spiels von einer ganz anderen Seite. Coach Sasa Filipovski hatte vor „mentaler Stärke“ gefordert – und seine Mannschaft lieferte. Anders als im Hinspiel am Freitag, als die Führung nach der Pause noch aus der Hand gegeben wurde, hielt Würzburg diesmal die Kontrolle über das Spiel. Davion Mintz war mit 16 Punkten der auffälligste Spieler, er trug maßgeblich zum Erfolg bei. Die Bonner hingegen, allen voran Joel Aminu mit 16 Punkten, fanden selten Mittel gegen die abgebrühte Defensive der Gastgeber.
Ein entscheidender Faktor war die verbesserte Reboundarbeit der Würzburger, die den Kampf unter den Körben deutlich dominierte. Die Telekom Baskets wirkten von Beginn an verunsichert und konnten ihrer Favoritenrolle nicht gerecht werden. Marko Stankovic, Coach der Bonner, sprach nach dem Spiel von einer „schlechten Leistung“ und forderte eine „reine Reaktion“ im kommenden Duell.
Die Spannung im Viertelfinale ist kaum zu übertreffen. Der Sieger des entscheidenden Spiels am Mittwoch trifft im Halbfinale auf den Titelverteidiger FC Bayern, was die Aufgabe für beide Teams noch einmal zusätzlich erschwert. Doch die Würzburger haben gezeigt, dass sie auch unter Druck bestehen können – und das mit einer beeindruckenden Leistung.
