Bode miller nach festnahme: „ich war nicht dabei“

Die Skilegende Bode Miller sitzt am Pranger. Die Idaho Highway Patrol nahm den 48-Jährigen wegen zweier Vergehen im Zusammenhang mit Drogen fest – und zum ersten Mal seit Jahren bricht der Sechsfach-Olympiasieger sein Schweigen.

Miller erklärt, was wirklich passierte

„Ich wurde angehalten, weil ich beim Überholen beschleunigte“, schreibt Miller auf Instagram und schiebt nach: „Ein Freund im Auto trug eine kleine Menge Cannabis und eine Pfeife bei sich, ohne mein Wissen.“ Die Polizei nahm beide mit, die Kaution über 5.000 Dollar zahlte der Ex-Athlet in bar. Am 29. Juli muss er vor Gericht erscheinen.

Die Anklage lautet: Besitz und sogenannter „constructive possession“. Das heißt: Weil Miller das Auto lenkte, haftet ihm die volle Verantwortung – selbst wenn er nicht rauchte. In Idaho ist Cannabis noch immer illegal, jede Menge strafbar. Miller hofft auf Einstellung: „Die Fakten sprechen für sich.“

Der tag, der nie verblasst

Der tag, der nie verblasst

Allein die Jahreszahl macht betroffen. Die Festnahme fiel auf den 6. Juni – fast genau fünf Jahre nach dem Tod seiner 19 Monate alten Tochter Emeline. Am 9. Juni 2018 fand sie in einem Nachbarpool keine Luft mehr. Die Rettungskräfte kamen zu spät.

Miller und seine Frau Morgan haben seither öffentlich über Wasser-Sicherheit aufgeklärt. Doch der Kalender liefert keinen Schutz vor Schlagzeilen. Jetzt steht der Mann, der 438 Weltcup-Rennen fuhr und sechs Olympiamedaillen holte, erneut im Licht der Kameras – diesmal mit Handschellen.

Ob der Richter seine Version akzeptiert, entscheidet der Sommer. Eines ist klar: Die Legende Bode Miller kämpft erneut – nur diesmal nicht auf Schnee, sondern in einem Gerichtssaal in Ketchum.