Biathlon-hoffnung abrupt gestoppt: jacob kämpft gegen seltene krankheit
Ein Traum zerplatzt: Für Juliane Jacob, einst als Shootingstar des französischen Biathlons gehandelt, kommt ihr Durchbruch auf ungewohnte Weise zu einem holprigen Halt. Statt internationaler Erfolge ringt die junge Athletin derzeit mit ihrem eigenen Körper – und einer seltenen Erkrankung, die ihre Karriere bedroht.

Die vogeserin und das poplitealarterien-entrapment-syndrom
Die 19-Jährige leidet an einem sogenannten Poplitealarterien-Entrapment-Syndrom (PAES), einer äußerst seltenen Durchblutungsstörung im Bereich der Kniekehle. Die Folge sind massive Probleme in ihren Waden, die immer wieder zu Rückschlägen führen. Im Gespräch mit dem Nordic Magazine schildert Jacob offen ihre Situation: „Meine Waden sind überlastet und können sich zwischen den Wettkämpfen nicht erholen. Es ist, als wären sie überbeansprucht und würden gar nicht mehr funktionieren.“
Der Plan, sich im vergangenen Jahr endgültig im Leistungssport zu etablieren, wurde durch die Erkrankung zunichte gemacht. Nach zahlreichen Behandlungen entschied sie sich schließlich für eine Operation – ein drastischer Schritt für eine so junge Sportlerin. „Es war eine zweistufige OP: ein Bein im April und das andere im Juni“, erklärte sie.
Die lange Phase der Rehabilitation und Physiotherapie sollte ihr den Weg zurück ins Training ebnen. Doch die Hoffnung auf eine rasche Rückkehr erwies sich als trügerisch. Je weiter die Herbstvorbereitungen fortschritt, desto schlimmer wurden die Beschwerden. „Ich hatte starke Schmerzen und war frustriert. Es war mental schwer zu verkraften, weil ich in eine negative Spirale geriet.“
Ein Achtungserfolg in schwierigen Zeiten: Bei einem Massenstart in Les Contamines-Montjoie gelang es Jacob, einen respektablen sechsten Platz zu erreichen – ein kleiner Lichtblick in einer ansonsten enttäuschenden Saison.
Trotz der Rückschläge und der körperlichen Belastung hält Jacob an ihrem Traum fest. „Ich habe noch ein Jahr als Juniorin vor mir und bin trotz allem weiterhin motiviert zu trainieren“, sagt sie. Doch bevor sie wieder angreifen kann, muss ihr Körper mitspielen – und das ist derzeit die größte Herausforderung. Das Talent ist unbestritten vorhanden, aber ohne die Kooperation ihres Körpers bleibt ihr Aufstieg ein unerreichbarer Traum. Ob sie diesen Kampf gewinnen kann, wird die kommende Saison zeigen.
