Bhc verpasst vorzeitig die rettung – kiel setzt dem abstiegskampf krone auf
Düsseldorf – Die Hoffnung auf vorzeitige Sicherheit im Abstiegskampf der Handball-Bundesliga ist für den Bergischen HC geplatzt. Vor einer Rekordkulisse im PSD Bank Dome unterlag das Team von Arnor Gunnarsson dem THW Kiel deutlich mit 23:32. Ein herber Rückschlag, der den Klassenerhalt zwar nicht unmöglich macht, die Situation aber erheblich erschwert.
Frühe schwächen und kiels überlegenheit
Schon in den ersten Minuten des Spiels deutete alles darauf hin, dass der BHC vor einem schweren Abend stand. Nach weniger als acht Minuten nahm Gunnarsson bereits eine Auszeit, um das hektische Spiel seiner Mannschaft zu beruhigen. Eric Johansson, Nikola Bilyk, Harald Reinkind und Lukas Zerbe sorgten mit ihren Doppeltreffern für eine frühe Führung der Gäste, die der BHC nicht mehr kontern konnte. Die Kieler präsentierten sich in Topform, während die Gastgeber mit zahlreichen Fehlwürfen zu kämpfen hatten – ein Umstand, den man gegen einen erfahrenen Gegner wie Kiel einfach nicht zulassen darf.

Andreas wolff – der schlüssel zum erfolg für kiel
Ein entscheidender Faktor für den Sieg der Kieler war zweifellos die Leistung von Nationaltorhüter Andreas Wolff. Mit sieben Paraden in der ersten Halbzeit hielt er den BHC immer wieder auf Distanz und trug maßgeblich dazu bei, dass die Gäste eine komfortable 15:7-Führung zur Pause herausspielen konnten. Wolffs Präsenz im Tor war ein klarer Vorteil für Kiel und zwang den BHC zu noch mehr Risiken, die sich oft als Fehlwürfe erwiesen.TAG13

Nach dem seitenwechsel: kampfgeist, aber keine wende
Auch nach der Pause zeigten die Bergischen Moral und kämpften um die Wende. Durch Treffer von Aron Seesing und Noah Beyer gelang es, den Rückstand auf fünf Tore zu verkürzen. Doch die Kieler ließen sich nicht aus dem Konzept und hielten die Distanz durch eine geschlossene Mannschaftsleistung und weitere Treffer von Nacinovic und Laube aufrecht. Besonders der Treffer von Wolff aus der eigenen Hälfte in der 46. Minute war ein Highlight und unterstrich die Dominanz der Gäste.
Die hoffnung stirbt zuletzt – aber die lage ist ernst
Obwohl die Niederlage schmerzhaft war, bleibt für den BHC noch ein Hoffnungsschimmer. Das deutlich bessere Torverhältnis gegenüber dem Konkurrenten GWD Minden könnte entscheidend sein. Am kommenden Freitag gegen HC Erlangen und am letzten Spieltag gegen Frisch Auf Göppingen hat der BHC die Chance, die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu holen. Allerdings muss Minden ebenfalls patzen, um dem BHC die Rettung zu ermöglichen – ein Szenario, das den Druck auf die Bergischen enorm erhöht.
Johannes Wasilewski sah in der 54. Minute die Blaue Karte, was die Situation für den BHC zusätzlich erschwerte. Die verpasste Chance vor der Rekordkulisse wird den Bergischen HC noch lange begleiten, doch der Kampfgeist ist ungebrochen. Die Handball-Bundesliga hält weiterhin spannende Momente bereit.
