Betis träumt von istanbul: historischer einzug in die europa-league-viertelfinals!

Real Sociedad, Atalanta, Liverpool – diese Namen gehörten bisher zum europäischen Sportfrühling des Betis Sevilla. Doch nun schreibt der Andalusier unter der Leitung des erfahrenen Manuel Pellegrini ein neues Kapitel. Nach Jahren sporadischer Auftritte in den europäischen Wettbewerben ist das Team erstmals seit der Gründung des Vereins in die Europa-League-Viertelfinals eingezogen – ein historischer Moment für den stolzen Verein.

Die reise des „ingenieros“: von der conference league zu den sternen

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Es ist kaum zu übertreiben, wenn man sagt, dass Pellegrini dem Betis eine neue Identität verliehen hat. Vor einem Jahr erreichte die Mannschaft sensationell das Finale der Conference League, ein Ereignis, das die Fans in Ekstase versetzte. Nun folgt das nächste ambitionierte Ziel: Der Einzug unter die besten vier Teams Europas. Die jüngste Leistung in der Liga, mit der die Qualifikation für die Champions League noch in Reichweite war, untermauert den Anspruch.

Der Weg ins Viertelfinale war alles andere als ein Spaziergang. Nach einer starken Liga-Saison, in der sich der Betis unter die Top-Mannschaften Europas einreihte, gelang der knappe, aber letztlich überzeugende Sieg gegen Panathinaikos Athen. Die Mannschaft bewies dabei ihren unbedingten Willen und die Fähigkeit, auch schwierige Situationen zu überwinden, wie die spektakululäre Aufholjagd gegen die Griechen verdeutlichte.

Portugal, das Schauplatz des Kampfes: Am heutigen Abend trifft der Betis im portugiesischen Braga auf den gleichnamigen Gastgeber. Die Partie wird bereits am Vortag des ursprünglichen Termins aus logistischen und sicherheitstechnischen Gründen ausgetragen. Rund 2.000 treue Anhänger begleiten die Mannschaft nach Portugal, um sie anzufeuern. Die Bedeutung dieses Spiels für den Betis wird auch durch die Anwesenheit von Kapitän Isco Alarcón unterstrichen, der zwar noch nicht einsatzbereit ist, dem Team aber dennoch als moralische Stütze zur Seite steht.

Das Stadion Municipal de Braga, 2003 erbaut und ein Jahr später Austragungsstätte der Europameisterschaft, ist architektonisch ein Meisterwerk. Der Bau in einer Steinbruchlandschaft, entworfen von Eduardo Souto de Moura, erhielt 2011 den prestigeträchtigen Pritzker-Preis. Hier werden sich Betis und Braga in einem Duell messen, dessen Entscheidung erst in acht Tagen in Sevilla im Estadio Benito Villamarín fallen wird.

Personell muss Pellegrini auf einige Stammkräfte verzichten. Neben Isco fehlen Lo Celso, Ortiz, Junior und Bakambu, der sich nach Feierlichkeiten in Kongo erst jetzt wieder dem Team angeschlossen hat. Dennoch zeigt sich das Team voller Zuversicht. Rotationen im Angriff sind zu erwarten, mit Spielern wie Marc Roca, Natan, Ricardo Rodríguez und Abde, die die Chance erhalten, sich zu beweisen. Auch wenn die jüngsten Ergebnisse in der Liga enttäuschten, träumt der Betis von einem Titelgewinn in Europa und blickt selbstbewusst nach vorne.

Der Gegner, Sporting Braga, ist ebenfalls international erfahren und verfügt über eine beachtliche Anzahl spanischer Spieler, darunter auch der ehemalige Albacete-Stürmer Rodrigo Zalazar, ein talentierter Nachwuchsspieler, der verletzungsbedingt ausfällt. Der 23-Jährige, Sohn des legendären José Luis Zalazar, der in den 90er Jahren im Trikot von Albacete Balompié Erfolge feierte, wird gegen den Betis fehlen.

Die Erinnerungen an frühere Erfolge in Portugal, insbesondere die beiden Siege gegen Vitória Guimarães, geben dem Betis zusätzliche Kraft. Nur wer heute in Braga ein überzeugendes Ergebnis erzielt, kann nächste Woche in Sevilla den Einzug ins Halbfinale festmachen. Die Zeichen stehen auf einen spannenden und nervenaufreibenden Abend!