Betis modernisiert estadio: champions league-comeback in sicht?
Sevilla – Der Betis grüßt die Zukunft! Während die Mannschaft sich nach dem sicheren Europa-Ticket erst einmal erholt, laufen hinter den Kulissen die Vorbereitungen für ein fulminantes Comeback im modernisierten Estadio Benito Villamarín auf Hochtouren. Ein Comeback, das die Fans nicht nur mit europäischem Fußball, sondern auch mit einem völlig neuen Stadionerlebnis verbinden soll.

Neubau statt renovierung: ein ehrgeiziges projekt
Die Umbauarbeiten, die weit über eine bloße Renovierung hinausgehen, sind in vollem Gange. Federico Martínez Feria, Generaldirektor des Vereins, präsentierte den aktuellen Stand der Dinge den Medien und betonte das ehrgeizige Ziel, das Stadion bis zum Beginn der Saison 2028/29 in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Nach drei Jahren Ausflug in die Cartuja soll der Betis endlich wieder in seiner Heimat spielen können.
„Wir haben die Abrissphase abgeschlossen und befinden uns nun in der entscheidenden Phase der Standsicherung und des Abstützens des Geländes neben dem Stadion“, erklärte Martínez Feria. „Aktuell werden Wände von einem Meter Breite und bis zu 26 Metern Tiefe errichtet, um den Bereich für den Parkplatz und den Anbau zu umgeben. Im Anschluss folgt die Aushebung des restlichen Geländes, die Gründung und der Bau der Struktur.“
Ein Stadion im 'Bombonera'-Stil – ein Begriff, der in der Fußballwelt für eine besonders intensive und stimmungsvolle Atmosphäre steht – soll das neue Villamarín auszeichnen. „Die Dachkonstruktion und die Hülle, die das Stadion umgibt, werden diesen Effekt erzeugen und eine Nähe zum Spielfeld schaffen, die das Fußballerlebnis intensiviert“, so Martínez Feria.
Die Kapazität des Stadions wird bei rund 60.000 Zuschauern liegen, eine Zahl, die auf die hohe Nachfrage nach Dauerkarten basiert, aber auch die logistischen Herausforderungen der Lage berücksichtigt. Ein Großteil des Anbaus, etwa 80%, wird einem Hotel gewidmet, mit dem der Verein zusätzliche Einnahmen generieren möchte. Gespräche mit mehreren Hotelketten laufen bereits auf Hochtouren.
Die Finanzierung des ambitionierten Projekts soll sich durch die zusätzlichen Einnahmen des Stadions und des Hotels selbst tragen. Der Verein arbeitet derzeit mit Acciona an der finalen Ausgestaltung des Projekts, um einen detaillierten Zeitplan erstellen zu können. Ein Modell der Projektfinanzierung wird angestrebt, bei dem Investoren durch die zukünftigen Einnahmen des Stadions beteiligt werden.
Obwohl ein Einsatz des Stadions als Austragungsort für die Weltmeisterschaft 2030 unwahrscheinlich erscheint, erfüllt das neue Villamarín alle Standards der UEFA und soll für große internationale Veranstaltungen zur Verfügung stehen. Während die Cartuja in der Übergangsphase weiterhin genutzt wird, arbeitet der Betis daran, die dortigen Zugangs- und Mobilitätsprobleme zu verbessern, um das Stadion optimal für die Zukunft vorzubereiten.
Die Rückkehr in das modernisierte Estadio Benito Villamarín ist mehr als nur ein Umzug – es ist ein Versprechen für eine neue Ära des Betis, geprägt von modernster Infrastruktur und einer unvergesslichen Atmosphäre. Die Fans können sich auf ein Heimspielgefühl freuen, das ihresgleichen sucht.
