Berrettini stürmt zurück: historischer einzug in die top 50!

Rom – Matteo Berrettini hat bei Roland Garros für Furore gesorgt! Der ehemalige French Open-Hoffnungsträger kämpfte sich in einem packenden Fünf-Satz-Krimi gegen Juan Manuel Cerundolo durch und steht zum ersten Mal seit 2022 wieder im Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers. Ein Triumph, der nicht nur seine Rückkehr auf die internationale Bühne markiert, sondern auch seine Position in der Weltrangliste deutlich verbessert.

Der „martello“ findet zurück zu alter stärke

Der „martello“ findet zurück zu alter stärke

Das Match gegen den argentinischen Einzelkämpfer Cerundolo war ein Spiegelbild Berrettinis Kampfesgeist. Als er im dritten Satz beim Stand von 5:6 und drei verschossenen Satzbällen am Abgrund stand, schien die Partie dem Gaucho gehörig zuzugehören. Doch Berrettini, angetrieben von der unbändigen Entschlossenheit, die er mit dem Schlachtruf „Siamo qua!“ bekräftigte, drehte das Match im Tie-Break. Seine mentale Stärke, gepaart mit der Präzision seines Grundschlags, ließ Cerundolo letztendlich keine Chance.

Die Statistiken untermauern das Bild: Zwar verzeichnete Cerundolo beeindruckende 16 Asse, doch Berrettinis konsequente Nutzung seines Topspin-Vorhands in Richtung des linken Hinterhandbereichs des Gegners ermöglichte ihm immer wieder den spielentscheidenden Inside-Out-Vorhand-Winner. Die wenigen Gelegenheiten, die sich auf dem Return boten, nutzte Berrettini geschickt aus, insbesondere im ersten Satz, den er nach einem frühen Break für sich entscheiden konnte.

Ein Ranking-Wunder: Mit seinem Einzug in die Runde der letzten Acht steht Berrettini als Spieler mit Rang 105 der Weltrangliste erstmals seit 2007 wieder unter den Top 8 eines Grand-Slam-Turniers. Damals war es Andreev, der dieses Kunststück vollbrachte. Berrettinis Erfolgserlebnis ist nicht nur für ihn persönlich ein großer Schritt nach vorne, sondern auch ein Hoffnungsschimmer für das italienische Tennis. Er ist nun der vierte italienische Spieler in der Open-Ära, der so oft ein Viertelfinale in Paris erreicht – nach Adriano Panatta, Jannik Sinner und Corrado Barazzutti.

Im Viertelfinale trifft Berrettini nun auf den Sieger des Duells zwischen Arnaldi und Tiafoe. Unabhängig vom Gegner wird es für Berrettini eine weitere Chance sein, seine beeindruckende Bilanz gegen argentinische Spieler (12:0 seit 2020) auszubauen und seinen Aufstieg in der Weltrangliste weiter zu festigen. Sein aktueller Rang 47 ist ein deutliches Zeichen seines Comebacks.

Die Faszination des Sports liegt oft in solchen unerwarteten Wendungen. Matteo Berrettini hat bewiesen, dass er trotz seiner Verletzungshistorie und des Abstiegs in der Weltrangliste immer noch zu den besten Tennisspielern der Welt gehört. Seine Reise bei Roland Garros ist noch lange nicht zu Ende – und die Tenniswelt schaut gespannt zu.