Bernal kehrt zurück: giro d'italia 2026 im visier – passprobleme verzögern vorbereitung!
Egan Bernal hat seine Rückkehr auf die große Bühne verkündet – und zwar auf eine höchst ungewöhnliche Weise. Während er in Bogotá versuchte, ein alltägliches Problem zu lösen, nämlich die Erneuerung seines Reisepasses, sprang die Bombe heraus: Der ehemalige Giro-Sieger wird 2026 wieder an den Start gehen. Ein Signal der Hoffnung für alle Fans des kolumbianischen Supertalents.
Ein holpriger weg zurück zum erfolg
Die Saison begann für Bernal vielversprechend. Ein Sieg bei der kolumbianischen Meisterschaft und ein Etappenerfolg bei der Vuelta a España ließen auf eine Renaissance des Fahrers hoffen, der 2021 die Corsa Rosa für sich entscheiden konnte. Doch dann folgte eine unerklärliche Funkstille. Wochenlange Abwesenheit, fehlende Informationen von Seiten des Teams – die Spekulationen blühten auf. Die Andeutungen von Teamkollege Brandon Rivera über „Probleme mit dem Knie“ ließen wenig Gutes erahnen, konnten die Gerüchte aber nicht im Keim ersticken.
Nun scheint sich der Nebel langsam zu lichten. Bernal plant, bereits am kommenden Sonntag nach Europa zu reisen, um sich auf die finale Phase der Vorbereitung vorzubereiten. Ein Start bei der Tour de l'Alpes ist für den Zeitraum vom 20. bis 24. April geplant. Doch die Reise könnte noch steckengeblieben sein – ein technischer Defekt im Passsystem in Bogotá sorgte für unerwartete Verzögerungen. „Ich kam, um meinen Pass zu erneuern, und das System ist offenbar ausgefallen. Ich brauche ihn, weil alle Seiten voll mit Stempeln sind. Ich fliege am Sonntag, und ehrlich gesagt ist es ein bisschen meine eigene Schuld, weil ich alles auf den letzten Drücker erledigt habe“, erklärte Bernal in einem Interview.

Eine mammutaufgabe erwartet bernal
Die Giro d'Italia 2026 wird für Bernal kein Spaziergang. 3.466 Kilometer, 21 Etappen, Start in Bulgarien – und ein parcours, der die Fahrer bis an ihre Grenzen bringen wird. Eine Einzelzeitfahrt über 40 Kilometer, sechs hügelige Etappen und fünf anspruchsvolle Bergwertungen mit fast 49.000 Höhenmetern erwarten die Rennfahrer. Die entscheidenden Momente werden sich in der zweiten Rennhälfte abspielen, insbesondere in der 19. Etappe in den Dolomiten mit dem Passo Giau als „Cima Coppi“ und 5.000 Höhenmetern. Die 20. Etappe mit einer doppelten Anstieg zum Piancavallo wird es in sich haben.
Schon in der ersten Woche werden sich die ersten Unterschiede abzeichnen. Die Etappen in Blockhaus (7.) und Corno alle Scale (9.) werden die Form der Favoriten schonungslos aufdecken, bevor das Peloton in die Alpenregion eintritt. Bergankünfte in Pila, Andalo oder Piani di Pezzè mit Steigungen von über 14 Prozent werden die Fahrer zur Höchstleistung zwingen. Bernal will mittendrin sein. Nach Jahren der Rehabilitation, einem schweren Unfall und unzähligen Unsicherheiten scheint er nun bereit zu sein, wieder an die Spitze zu fahren.
Während er in Bogotá im Wartezimmer der Passbehörde saß, ließ Bernal durchblicken, dass er entschlossen ist, die Herausforderung anzunehmen. Sein Ziel ist klar: Fliegen, Rennen und wieder in den Kampf um die großen Rundrennen ziehen. Die Reise beginnt am Sonntag – und die Welt des Radsports hält den Atem an.
