Berlin schafft das triple – ohne rang eins: die play-off-lüge der hauptrunde
Die Eisbären Berlin marschieren wieder, obwohl sie nur Sechster wurden. Zweimal in Folge holten sie den Titel vom zweiten Platz, 2025/26 soll es das Triple werden – und die Statistik lügt nicht: nur in 20 von 44 Saisons krönte sich der Punktesieger auch als Meister.
Köln ist erster, berlin ist favorit
Die Kölner Haie gehen als Tabellenprimus in die Viertelfinals, doch die Reihe der Meister beginnt erst hinter ihnen. Seit 2024 beweist Berlin, dass der Play-off-Modus den Adler auf der Brust stärker macht als jede Hauptrunden-Tabelle. Jonas Stettmer und Co. starten heute in Straubing – und kein Gegner kann sich auf Historie berufen: dreimal holten die Eisbären den Pokal vom vierten Platz, zweimal vom dritten.
Die Zahlen sind ein Schlag ins Kontor für alle, die Regelmäßigkeit über Siegen stellen. Elf Meister kamen als Zweiter, 13 sogar von noch tieferen Rängen – Rosenheim 1982 als Fünfter, Ingolstadt 2014 als Neunter. Die Stärke des Formats: eine heiße Serie reicht, um die Saison umzuschreiben.

Die play-offs beginnen, die tabelle stirbt
München gegen Ingolstadt, Mannheim gegen Bremerhaven, Schwenningen gegen Köln – die Paarungen sind komplett, aber die Datenbank der Vergangenheit sagt: Vergiss die Plätze. Berlin gewann 2021 vom dritten Rang, 2013 vom vierten, 2011 ebenfalls vom dritten. Die einzige Konstante ist das Eis in der Arena am Ostbahnhof, wo die Pokerei startet, sobald die Scheibe runterklappt.
Die Erkenntnis für Trainer und Analysten: Hauptrunde ist Vorbereitung, nicht Vorentscheidung. Die echten Spiele beginnen jetzt – und Berlin hat den Beweis geliefert, dass man nicht erst werden muss, um zuletzt zu gewinnen.
