Berisha schlägt zurück: fck zerlegt ksc mit blitz-doppelschlag

Mergim Berisha war es leid, sich rechtfertigen zu müssen. Nach 270 Minuten ohne Tor im FCK-Trikot schlug der Angreifer im Südwestduell binnen 11 Minuten zu – und schickte den Karlsruher SC mit einer 0:3-Klatsche auf die Heimreise.

Früher doppelschlag macht die vorfreude kaputt

Schon nach 180 Sekunden war die Stimmung im Wildpark verstummt. Semih Sahin nahm einen Abpraller, zog aus 15 Metern ab – 1:0. Die Gäste hatten sich noch nicht einmal sortiert, da folgte der nächste Schlag. Bernat patzt beim Freistoß, Berisha staubt aus zwei Metern ab. 2:0 nach 14 Minuten, die Partie gelaufen.

Karlsruhe wirkte wie betäubt. Kein Tempo, keine Idee, keine Reaktion. Der FCK spielte dagegen mit dem Selbstvertrauen eines Teams, das endlich wieder gewinnen wollte. Skyttä hätte mit einem sehenswerten Lupfer beinahe das 3:0 erzielt, doch der Ball landet auf dem Dach des Tores.

Ksc offenbart alle alten schwächen

Ksc offenbart alle alten schwächen

Christian Eichner schien angesichts des Offensiv-Impulses seiner Mannschaft ratlos. Schleusener wurde einmal gefährlich, doch Kim blockt. Sonst? Laufverkehr, aber kein Durchbruch. Die Statistik verrät die Wahrheit: Kein einziger Torschuss zwischen den Pfosten bis zur 57. Minute.

Lautern hatte die Kontrolle, ließ den Ball laufen, spielte mit dem Gegner. Sirch trifft den Pfosten, Joly verfehlt aus spitzem Winkel. Die Fans auf dem Betzenberg ahnen: Heute ist wieder ein Fußball-Feiertag.

Emreli setzt den schlusspunkt – und den frust

Emreli setzt den schlusspunkt – und den frust

In der Nachspielzeit dann die Demütigung. Emreli bricht durch, lässt Bernat keine Chance – 3:0. Der eingewechselte Stürmer trifft ebenfalls zum ersten Mal für den FCK. Die Karlsruher Anhänger verlassen frustriert das Stadion, ihre Mannschaft hat acht Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz, doch das ist heute nur ein schwacher Trost.

Für Kaiserslautern bedeutet der Sieg mehr als drei Punkte. Nach 40 Zählern ist der Blick wieder nach oben gerichtet. Der Anschluss an die Aufstiegsplätze ist hergestellt – und Berisha hat endlich sein Tor. Der Druck ist weg, die Saison kann beginnen.