Bergung von Leichen nach Lawine am Broad Peak: Nirmal Purja unter den Opfern
Skardu, Pakistan – Fünf Leichen von den Opfern der Lawine am Broad Peak, darunter auch die des bekannten nepalesischen Bergsteigers Nirmal Purja, wurden per Hubschrauber zum CMH-Krankenhaus in Skardu gebracht, um die Repatriierungsverfahren einzuleiten. Dies bestätigte der Alpine Club von Pakistan (ACP).
Weitere Opfer identifiziert
Neben der Leiche von Purja wurden die Überreste des Chinesen Wang Zhong sowie der Nepalesen Nima Sherpa, Gyalu Sherpa und Killi Pemba Sherpa von der Bergsparte geborgen und werden in den kommenden Stunden nach Islamabad überführt, sobald die erforderlichen Dokumente vollständig sind.
Die Leichen der omanischen Bergsteigerin Nadhira Al Harthy und des Nepalesers Pur Bahadur Sherpa wurden bereits in ihre Heimatländer zurückgeführt, wie die Organisation in einer Pressemitteilung bekannt gab.

Bilanz der Expedition und vermisste Personen
Die Expedition, die aus zehn Personen bestand, forderte sieben Todesopfer. Ein weiterer Körper wurde gefunden, ist aber aufgrund der Lawinengefahr unerreichbar. Zwei Bergsteiger gelten weiterhin offiziell als vermisst. Drei Leichen konnten aufgrund ungünstiger Wetterbedingungen nicht geborgen werden.

Erschwerte Bergungsarbeiten
Das sich verschlechternde Wetter
in der Karakorum-Kette hat die Bergungsarbeiten, die am vergangenen Donnerstag begannen, erneut erschwert. „Wir bedauern, mitteilen zu müssen, dass Sohail Sakhi und Mallory Geis weiterhin vermisst werden und der Körper von Nawang Thindu Sherpa aufgrund seiner Lage in einem hochgelegenen, lawinengefährdeten Gebiet nicht geborgen werden konnte“, heißt es in der offiziellen Mitteilung.Hintergrund zum Broad Peak
Die Lawine ereignete sich am vergangenen Donnerstag in einer Höhe von etwa 8.000 Metern an der zwölftenhöchsten Berg der Welt. Der Broad Peak („Pico Ancho“) liegt zwischen Pakistan und China in der Karakorum-Kette und ist mit 8.047 Metern die zwölftthöchste und drittwichtigste Berg der Kette, zu der auch der K2 und der Gasherbrum I gehören, bekannt für seinen weitläufigen, etwa 2 Kilometer langen Grat.
