Bergischer hc stürmt ins finale: dramatischer pokalsieg!
Köln – Ein Handballabend der Extraklasse: Der Bergischer HC hat sich in einem nervenzerreißenden Pokalhalbfinale gegen den SC Magdeburg durchgesetzt und steht nun im Finale! Nach 70 Minuten Spielzeit, einer Verlängerung und schließlich einem dramatischen Siebenmeterwerfen ging der BHC mit 31:30 n.V. als Sieger hervor. Christian Stein berichtete live aus Köln.
Die nerven blieben bis zum schluss blank
Die Partie war von Anfang an ein Kampf auf Augenhöhe. Beide Teams schenkten sich nichts und lieferten sich ein äußerst intensives Spiel. Die Halbzeiten endeten jeweils mit einem 11:11, auch in der Verlängerung hielten die Teams mit jeweils 5:5 das Ergebnis offen. Erst im Sudden-Death des Siebenmeterwerfens, bei dem Christopher Rudeck im BHC-Tor einenwurf von Matthias Musche parierte, entschieden die Sekunden über den Ausgang des Spiels.
Noah Beyer, der im Sommer nach Hamburg wechseln wird, war es schließlich, der den entscheidenden Siebenmeter versenkte. „Als er reingegangen ist – das war pure Freude. Das ist das Größte, was ich als Handballer erlebt habe“, so Beyer nach dem Spiel, sichtlich überwältigt von den Ereignissen.

Ein teamgeist, der trägt
Die Bergischen Löwen zeigten eine unglaubliche Mentalität und gaben nie auf. „Wir haben alle von der ersten Sekunde an daran geglaubt. Das hat man glaube ich auch gesehen“, erklärte Beyer. Der Teamgeist war offensichtlich, und jeder Spieler gab alles, um den Sieg zu erringen. „Als wir aufgestanden sind, wussten wir, da ist was drin“, so der künftige Hamburger.
Nach dem Spiel stand für die Spieler vor allem eine Sache im Vordergrund: Regeneration. „Wir müssen jetzt sehr viel trinken, wieder Aktivität in den Körper reinbekommen“, betonte Beyer. Die Vorbereitung auf das Finale gegen Berlin beginnt bereits jetzt, denn auch der Titelverteidiger gehört zur Weltspitze. „Alles ist möglich. Wir haben Magdeburg geschlagen, eine der besten Mannschaften der Welt. Jetzt kommt Berlin, auch eine der besten der Welt. Wir glauben an den Sieg und dann gibt es noch einmal genauso einen Fight.“
Der BHC ist es gewohnt, auf Glasböden zu spielen – bereits in der vergangenen Zweitligasaison standen sie in Großwallstadt und Dresden auf einer solchen Spielfläche. „Bis jetzt haben wir da ganz gut abgeschnitten. Mal schauen, wie es weitergeht“, so Beyer mit einem Augenzwinkern.
n