Benedito dominiert: gigante de piedra small krönt neuen könig!

Ein Schlachtfeld aus Schlamm und Stein – die neunte Auflage der Gigante de Piedra Small in Castellón hat sich den Namen redlich verdient. Adrián Benedito von Scott Monte Nevado by Fly hat sich im Kampf gegen Wind und Wetter als unumstrittener Herrscher des harten Kurses etabliert und die Konkurrenz in Grund und Boden gefahren.

Ein rennen, das die nerven strapaziert

Ein rennen, das die nerven strapaziert

Die 500 gestarteten Fahrer hatten sich auf einen Marathon in der Provinz Castellón eingestellt. 115 Kilometer und satte 3500 Höhenmeter standen auf dem Programm – eine echte Zerreißprobe für Mensch und Material. Das Wetter spielte keine gute Rolle: Dauerregen verwandelte die Trails in eine schlammige Rutschbahn, die selbst erfahrene Mountainbiker vor enorme Herausforderungen stellte.

Benedito ließ jedoch keine Zweifel aufkommen. Bereits früh in dem Rennen setzte er ein aggressives Tempo vor, das nur wenige duplizieren konnten. Bereits nach 20 Kilometern hatte er einen Vorsprung von einer Minute auf seine direkten Verfolger, darunter Xavier Pijuan (RR Bikers Club), Pau Marzà (Gobik Factory Team) und der überraschend starke Roberto Bou (Let’s Biu Team), der nach einer Armoperation zu den Startgängen zurückgekehrt war. Die Zahl spricht für sich: Benedito erreichte das Ziel in einer Zeit von 5h 30:10 – eine beeindruckende Leistung angesichts der Bedingungen.

Während Benedito unaufhaltsam auf den Sieg zusteuerte, lieferten sich Pijuan und Marzà ein packendes Duell um die Plätze zwei und drei. Der Kampf erreichte seinen Höhepunkt kurz vor dem Ziel in Alcora, wo Bou schließlich einbrach und Pijuan die zweite Position vor dem Titelverteidiger Marzà behaupten konnte. Die Spannung war förmlich greifbar, die Entscheidung fiel erst im allerletzten Moment.

Die Gigante de Piedra Small hat einmal mehr bewiesen, dass sie zu den anspruchsvollsten Mountainbike-Rennen Spaniens gehört. Doch wer glaubt, damit wäre jetzt genug, der irrt sich. Am 6. Juni lockt die Gigante de Piedra mit noch extremeren 200 Kilometern und 6500 Höhenmetern – ein ultimatives Duell für die härtesten Eisenmänner und -frauen des Landes. Die Berge von Castellón werden erneut zum Schauplatz eines unvergesslichen Spektakels.