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Bellingham-gala und tuchel-wut: england im wm-halbfinale!

Ein Doppelschlag von Jude Bellingham, ein folgenschwerer Patzer des norwegischen Keepers – und England steht zum vierten Mal seit 1966 im Halbfinale einer Weltmeisterschaft. Der Sieg gegen Norwegen war zwar klar mit 2:1, doch die anschließende Stimmung im englischen Lager war alles andere als harmonisch.

Tuchels dampfplauderei nach dem schlusspfiff

Tuchels dampfplauderei nach dem schlusspfiff

Wer nach dem Abpfiff eine ausgelassene Freude und Ekstase erwartete, wurde von Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel jäh erwacht. Der Coach ließ seiner Frustration freien Lauf und übte harsche Kritik an der Leistung seiner Mannschaft. „Wir haben uns sehr, sehr schwer gemacht, wie wir gespielt haben“, begann Tuchel seine Ausführung, „Das Ergebnis ist großartig, wir sind unter den letzten Vier. Wahnsinn! Aber ich bin nicht zufrieden mit der Leistung. Wir haben viele technische Fehler gemacht. Wir waren nicht schnell genug. Wir waren nicht repetitiv genug. Wir hatten heute einfach Glück.“

Doch dann kam es zur Explosion. Ein harmloser Nachfrage des Reporters – „War das eine Mentalitätsfrage?“ – entfachte einen wütenden Ausbruch. „Nein, überhaupt nicht! Das ist pure Mentalität!“, konterte Tuchel, wobei er demonstrativ auf seine noch auf dem Feld befindlichen Spieler deutete. „Wie kannst du jetzt die Mentalität hinterfragen? Das ist pure Mentalität. Du kannst sie abfüllen und in Flaschen verkaufen. Es war eine Qualität unserer Spiele. Das war es. Das hat nichts mit der Mentalität zu tun.“ Ein surrealer Moment, der die angespannte Atmosphäre im englischen Lager deutlich machte.

Nach diesem hitzigen Seitenhieb beruhigte sich Tuchel wieder, doch die Frage nach der Qualität von Jude Bellingham (der bereits sein zweites Doppelpack im Turnier erzielte) löste nur ein knappes Schulterzucken aus: „Er macht das in jedem Spiel.“

Die nächste Hürde für die Three Lions ist die wohl größte bisher: Im Halbfinale trifft man auf Argentinien und den unumstrittenen Superstar Lionel Messi, der sein Team mit einem 3:1-Sieg gegen die Schweiz ins Semifinale führte. Wird England in der Lage sein, die argentinische Armada zu bezwingen und ins Finale einzuziehen? Die Antwort wird am Donnerstag Abend gegeben.

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