Becker enthüllt: mein größter gegner ist der mann im spiegel!

Boris Becker, die Tennis-Legende, hat in einem exklusiven Gespräch mit Eurosport überraschende Einblicke in seine Karriere gewährt. Der 58-Jährige, der den Sport immer noch mit einer unglaublichen Leidenschaft verfolgt, offenbarte, wer ihn am meisten herausgefordert hat – und es ist nicht jemand, den man auf dem Platz erwarten würde.

Die innere stimme als größter feind

„Eigentlich immer der Mann im Spiegel morgens im Badezimmer – ich selber“, gestand Becker lachend. Diese selbstironische Antwort verdeutlicht, dass der Weg zum Erfolg für den ehemaligen Weltranglistenersten keineswegs einfach war und auch mit der ständigen Selbstüberwindung verbunden war. Es ist ein Statement, das zeigt, dass der Kampf gegen die eigenen Grenzen oft der schwierigste von allen ist.

Mcenroe als doppel-traumpartner

Mcenroe als doppel-traumpartner

Bei der Frage nach seinem besten Doppelpartner zögerte Becker nicht lange. „John McEnroe“, erklärte er. Obwohl ihr gemeinsamer Triumph beim Teppichturnier in Brüssel 1992 in den Annalen des Tennis eher eine Randnotiz darstellt, bleibt es für Becker eine besondere Erinnerung. Der Olympiasieg von Barcelona 1992 an der Seite von Michael Stich wird zwar von vielen Fans als der größere Erfolg angesehen, doch die Zusammenarbeit mit dem US-Amerikaner McEnroe war für Becker offensichtlich von besonderer Bedeutung.

Doch Becker schaut weit über die Vergangenheit hinaus. Er träumt von ungewöhnlichen Duellen und schaffte es, einen ganz besonderen Wunsch zu äußern: „Neben Michael Jordan und Tiger Woods würde ich mich auch über Partien mit Robert De Niro oder Leonardo DiCaprio freuen.“ Und für ein Mixed schwebt ihm die talentierte Schauspielerin Zoe Saldana vor. Ein Beweis dafür, dass Becker den Sport mit Humor und einer unbändigen Lebensfreude sieht.

Zverevs weg: ehrlichkeit ist der schlüssel

Zverevs weg: ehrlichkeit ist der schlüssel

Becker nahm auch die Situation seines ehemaligen Schützlings Alexander Zverev unter die Lupe. „Kann nicht so tun, als gäbe es sein Privatleben nicht“, riet er dem jungen Deutschen, und betonte damit, wie wichtig es ist, auch abseits des Platzes ein authentisches Selbst zu zeigen. Eine klare Ansage, die Zverev sicherlich zu denken geben wird.

Wimbledon bleibt das herz

Auch wenn Becker zahlreiche Erfolge in seiner Karriere feiern konnte, hat Wimbledon einen besonderen Platz in seinem Herzen. Der dreifache Wimbledon-Sieger betonte, dass sein erster Sieg 1985, als er mit 17 Jahren über Nacht zum Star wurde, zwar ein unvergesslicher Moment war, sein erneuter Triumph 1986 jedoch noch mehr Gewicht hatte. „Weil das Verteidigen mit 18 noch schwieriger war, als mit 17 zum ersten Mal zu gewinnen“, so Becker.

Die besten der besten: beckers auswahl

Bei der Frage, wer die besten Spieler in verschiedenen Disziplinen sind, zeigte sich Becker in Bestform. Für die beste Vorhand sprach er Rafael Nadal an, während die Rückhand-Entscheidung zwischen Roger Federer und Novak Djokovic hin- und herging, bevor er sich letztendlich für Djokovic entschied. Beim Aufschlag nannte er Ivo Karlovic und John Isner, wobei er sich für Karlovic entschied. Und was die beste Mentalität betrifft, so konnte Becker sich schließlich selbst nicht widerstehen: „Da bin ich mal so unverschämt und sage Boris Becker.“

Die Tenniswelt bleibt gespannt, welche weiteren Enthüllungen und Analysen der charismatische Becker in Zukunft teilen wird. Seine Expertise und sein Humor machen ihn zu einer unersetzlichen Stimme im Sportgeschehen.