Bearman: vom ferrari-nachwuchs zum kandidaten für maranello?

Der junge Brite Oliver Bearman hat die Formel-1-Szene im Sturm erobert. Mit nur 20 Jahren und erst seiner zweiten Saison im Königsklassen zeigt er Leistungen, die weit über das Niveau eines Neulings hinausgehen – und weckt ernsthafte Überlegungen bei Ferrari.

Ein beeindruckender saisonstart trotz harter landung

Bearman sammelte in den ersten drei Rennen bereits 17 Punkte, eine Leistung, die selbst Red Bull in den Schatten stellt. Er belegt aktuell den siebten Platz in der Fahrerwertung, eine beachtliche Leistung angesichts des schwierigen Starts in die Saison und insbesondere seines unfreiwilligen Debüts im japanischen Grand Prix. Dort musste er eine enorme 50-G-Kräfteeinwirkung verkraften, die sein Fahrzeug schwer beschädigte.

Schon in seiner ersten Saison bewies Bearman, dass er das Zeug dazu hat, sich gegen etablierte Fahrer durchzusetzen. Er übertraf seinen Teamkollegen Esteban Ocon um drei Punkte und erzielte 51 Zähler mit einem Wagen, der nicht zur Spitzengruppe gehörte. Diese Konstanz und sein aggressiver Fahrstil machen ihn zu einem gefragten Talent.

Aus der ferrari-akademie in die königsklasse

Aus der ferrari-akademie in die königsklasse

Bearman ist ein Produkt der renommierten Ferrari Driver Academy, einem Förderprogramm, das bereits zahlreiche Talente in die Formel 1 brachte. Seine Karriere begann in den unteren Formelklassen, wo er bereits in jungen Jahren Erfolge feierte – darunter Meistertitel in der italienischen und deutschen Formel 4. Sein drittplatzierter Rang in der Formel 3 bei seinem Debüt unterstreicht seine außergewöhnliche Begabung.

Der Sprung in die Formel 1 erfolgte überraschend im Rahmen des Großen Preises von Saudi-Arabien 2024, wo er Carlos Sainz vertrat. Er beendete das Rennen auf dem siebten Platz und wurde damit zum drittjüngsten Fahrer, der überhaupt Punkte erzielte, obwohl er inzwischen von Antonelli und Lindblad überholt wurde.

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