Beach stoppt alles – und australien wirbelt gruppe d durcheinander

Nestory Irankunda und Connor Metcalfe schossen, aber Patrick Beach entschied. Australien besiegt Türkei 2:0, und plötzlich steht der Keeper, eigentlich dritter Wahl, im Rampenlicht.

Vom softball-feld ins socceroos-tor

Beach parierte achtmal, zweimal mit Glanz: Minute 30, Abdülkerim Bardakci donnert aus spitzem Winkel, Beach streckt sich, berührt das Leder leicht – Eisen. Minute 57, Arda Güler hämmert einen Freistoß aus 22 Metern unters Lattenkreuz, der 22-Jährige wirft sich unten rein, Kullerball im Nachschuss, er ist da. Null steht, und Gruppe D zittert.

„Er hat uns gerettet“, sagt Irankunda später. Keine Floskel. Ohne Beach wäre Australien nie so schnell ins Achtelfinale marschiert.

Der weg, der niemanden kümmerte

Der weg, der niemanden kümmerte

Die Story klingt wie ein Drehbuch. Vater Torwart, Sohn erst spät dran. Beach spielte Feld, wechselte ins Softball-Team seiner Schule, lernte dort Hand-Augen-Koordination und Reflexe. „Ich wollte einfach Bälle stoppen“, erinnert er sich. Die Trainer wollten ihn als Linksverteidiger sehen – er setzte sich durch.

Testspiele in Irland, Leihgeschichten in Larne und Dundalk, eine Absage von Ipswich Town. Zurück in der A-League wechselt er 2023 zu Melbourne City, hält in 13 von 26 Spielen die Null. Tony Popovic ruft ihn im November 2025 ins Nationalteam. Weltmeisterschaft, Startelf, Klassiker.

Mark Schwarzer, Australiens Torwart-Legende, nickt zufrieden: „Die Präsenz, die Ruhe – er war überragend.“ Popovic lacht nur: „Für uns keine Überraschung. Wir haben ihn die ganze Zeit gesehen.“

Jetzt steht Beach im Mittelpunkt, ein ehemaliger Softball-Catcher, der den Socceroos einen Traumstart beschert. Und die Frage lautet nicht mehr, ob er spielt, sondern wie lange er die Nummer eins bleibt.