Beach sprint: freundschaft und adrenalin katapultieren duo zu olympia-hoffnungen!
Ein ungewöhnlicher Zusammenschluss, eine Wendung des Schicksals und eine Leidenschaft für den Nervenkitzel: Ander Martín und Esther Briz, zwei spanische Beach-Sprint-Athleten, sind auf dem Weg zu den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles. Ihre Geschichte ist nicht nur eine sportliche Erfolgsgeschichte, sondern auch ein Beweis dafür, dass Freundschaft und gegenseitige Stärkung zu außergewöhnlichen Leistungen führen können.
Ein zufall, der eine karriere veränderte
Die beiden kennen sich seit ihrer Jugendzeit im Rudersport, wo sie sich bei Wettkämpfen begegneten. Doch erst als Esther Briz' Weltraum für das Rudern plötzlich ins Wanken geriet – die Absage einer Weltmeisterschaft im Jahr 2021 – kam das Duo zusammen. Ander Martín, der bereits seit seiner Kindheit im maritimen Umfeld von Torrevieja zu Hause ist, bot seine Hilfe an. „Ich komme vom Ebro, hatte noch nie Rudererfahrung im Meer“, gesteht Briz mit einem Lächeln. „Aber Ander war da, um mich zu retten.“
Was als spontane Idee begann, entwickelte sich schnell zu einer vielversprechenden Partnerschaft. Das Duo testete seine Fähigkeiten erstmals bei einem Selectiva der Federación in der Línea de la Concepción und gewann überraschend. „Ich wusste, dass wir gut sein würden, weil diese Disziplin viel Chemie erfordert“, erklärt Martín. Und das ist etwas, das man entweder hat oder nicht.

Zehn tage training, zwei weltmeistertitel
Die Chemie zwischen Martín und Briz stimmt zweifellos. Mit nur zehn Tagen Training sicherten sie sich bereits 2021 zwei Weltmeistertitel in Oeiras (Portugal) – im Beach Sprint und über die lange Distanz. 2022 wiederholten sie diesen Erfolg, während 2024 Bronze folgte. „Es braucht eine tiefe Verbindung. In einem Rennen muss man sich wie ein einziger Mensch fühlen“, beschreibt Ander die besondere Dynamik zwischen den beiden.
Individuell sind sie beide stark, aber gemeinsam sind sie unschlagbar“, ergänzt Esther Briz, die kürzlich mit den Dark Blue die berühmte Oxford-Cambridge-Regatta gewonnen hat. Sie ergänzen sich perfekt – sowohl im Wasser als auch außerhalb. Esther ist methodisch und organisiert, während Ander eher spontan ist. Diese Dualität, gepaart mit ihrer Freude am Sport, macht den Unterschied.

Vom fluss zum meer: eine anpassung
Esther Briz hat sich von 2.000-Meter-Rennen, die zwischen 6 und 8 Minuten dauern, zu explosiven Sprints über 2,5 Kilometer gewandelt. „Es ist wie eine Mischung aus Surfen und Rudern“, erklärt sie begeistert. „Mein Vater nennt mich Adrenalin-Junkie.“ Ihre Fähigkeit, sich anzupassen, und die technische Expertise von Ander Martín, der im Meer aufgewachsen ist, machen ihre Kombination schwer zu imitieren.

Der weg zum olympia-traum: training und strategie
Im Centro de Alto Rendimiento (CAR) Región de Murcia in Los Alcázares, einer ihrer Trainingsstätten, bereiten sich Martín und Briz intensiv auf die Olympischen Spiele vor. Ein Schlüsselelement ist ihr Hypoxie-Modul, in dem sie mit Sauerstoffmangel trainieren, um ihre Ausdauer zu verbessern. Auch in Zaragoza werden sie ihre Technik verfeinern, insbesondere die Laufphase vor dem Einstieg ins Boot.
„Der andere Tag hatten wir eine Trainingseinheit und sagten: ‚Wie schlecht wir laufen!‘ Es war eine Demütigung“, lachen die beiden. Aber das Ziel ist klar: Gold in Los Angeles. Die Qualifikationsrennen finden bei der Weltmeisterschaft 2027 statt, und Martín blickt optimistisch in die Zukunft. „Unser erster Weltmeistertitel war in Oeiras, wo auch die Qualifikation für die Spiele stattfindet. Ich sehe viele Zeichen.“
Mit einem Team aus Trainern, Physiologen, Biomechanikern, Ärzten, Physiotherapeuten und Ernährungsberatern sind sie bestens aufgestellt. „Wir haben alles, was wir brauchen. Wenn wir scheitern, liegt es an uns“, erklärt Martín mit Überzeugung.
