Bazdar packt für katar: real zaragozas letzter wm-gast und seine unsichere rückkehr
Der Name fliegt heute quer durch die Redaktionen in Bosnien und Aragón: Samed Bazdar. Der Stürmer steht als einziger Spieler des Real Zaragoza im endgültigen Kader für die WM in Katar – und damit vor der größten Bühne seiner Karriere, die gleichzeitig seine Zukunft neu schreiben könnte.
Ein wintertransfer, drei tore, blankes ende
Seit Januar lief Bazdar in Polen für Jagiellonia Białystok auf. 16 Einsätze, drei Treffer – Zahlen, die keineswegs spektakulär klingen, aber für einen 21-Jährigen genug waren, um die Aufmerksamkeit von Ivaylo Petev zu wecken. Die Polen zogen die Kaufoption nicht: gestern verkündeten sie per Instagram, dass der Leihvertrag ausläuft. Zurück nach Spanien, aber wohin genau?
Die Antwort lautet: vorerst in die Primera RFEF. Denn der Real Zaragoza hat die Rechnung vom damaligen Deal nochlag noch nicht beglichen. Drei Millionen Euro Ablöse – ein Betrag, den kein Zweitligist so leicht abschreibt. Doch wer zahlt ihn heute? Clubs aus der Bundesliga oder der Serie A? Die Anfragen sind spärlich, die Preisvorstellung bleibt stur.

Lalo arantegui und die große aufräumliste
Sportchef Lalo Arantegui sitzt auf einem Pulverfass. Bazdar ist nur ein Name auf einer langen Liste, die sich bis zum 30. Juni noch ändern kann. Adrián Liso will Spielzeit, Pau Sans wartet auf ein konkretes Angebot aus Andalusien, Francho Serrano schielt Richtung LaLiga. Ein halbes Dutzend Profis könnte gehen, bevor die Vorbereitung startet.
Die Ironie: Je länger Bazdar in Katar spielt, desto mehr zieht der Markt. Ein Tor gegen Lionel Messi, eine Vorlage in der K.o.-Phase – schon klingelt das Telefon. Bleibt er auf der Bank, fliegt er mit dem Ruf eines Ausputzers nach Hause. Die Entscheidung trifft nicht Petev, sondern der Spieler selbst.
Nach dem Turnier landet Bazdar auf dem Flug nach Zaragoza. Dort wartet kein Empfangskomitee, nur ein leerer Parkplatz und eine unterschriebene Trainingshose. Der Verein muss verkaufen, der Spieler will zeigen. Wenn beide Seiten sich treffen, steht der Real Zaragoza vor einem klassischen Dilemma: Verlustgeschäft oder Neuanfang? Die WM liefert die Antwort – aber erst in vier Wochen.
