Bayern-pokalsieg: eberls zukunft in der schwebe – hoeneß schürt zweifel!
München – Der Triumph im DFB-Pokalfinale gegen Stuttgart schmeckt beim FC Bayern bitter nachwürzig. Während die Spieler den Pokal feierten, brodelte hinter den Kulissen eine ungewöhnliche Debatte um die Zukunft des Sportvorstands Max Eberl. Die Zweifel im Aufsichtsrat sind offenbar größer als gedacht, und Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat mit seinen Äußerungen zusätzlich Öl ins Feuer gegossen.
Die unpassende stimmung in der mixed zone
Die Szene in der Mixed Zone nach dem Spiel wirkte surreal. Max Eberl, stolz präsentierend mit einem T-Shirt, das den DFB-Pokal und einen Kakadu zeigte – ein ungewöhnliches Motiv –, stand Rede und Antwort. Doch statt der erwarteten Euphorie prägten brisante Fragen die Atmosphäre. Wie geht der Sportvorstand mit den Zweifeln im Aufsichtsrat um? Könnte eine Trennung bevorstehen?
Auslöser dieser Diskussion war eine Äußerung von Uli Hoeneß, die kurz vor dem Spielfall für Aufsehen sorgte. Bei einer Frage zu Eberls Vertrag, der bis Sommer 2027 läuft, sprach Hoeneß von einer „Tendenz von 60 zu 40 für eine Verlängerung“ – und fügte dann den entscheidenden Zusatz hinzu: „Da sind noch Zweifel.“ Ein Satz, der bei Eberl sichtlich seine Wirkung nicht verfehlte.
„Die Zweifel sind scheinbar da, sonst hätte er das nicht gesagt“, antwortete Eberl sichtlich überrascht. „Es ist ein normaler Prozess, dass der Aufsichtsrat sich Gedanken macht, aber in der Öffentlichkeit in Prozente zu reden, ist ungewöhnlich.“ Sein „Fell ist dick geworden“, wie er selbst ironisch bemerkte, doch die Kritik an Hoeneß ließ er nicht unkommentiert: „Ein Finaltag ist nicht der richtige Zeitpunkt dafür.“
Eberls Bilanz ist beeindruckend: Zwei Deutsche Meisterschaften, der DFB-Pokalsieg und kluge Verpflichtungen wie Trainer Vincent Kompany, Michael Olise und Luis Díaz sprechen für seine Arbeit. Er betont, dass er seinen Job einfach machen möchte und auch über die Vertragsdauer hinaus im Verein verbleiben würde. Doch die Entscheidung liegt letztendlich beim Aufsichtsrat.

Konrad laimer im visier
Neben Eberl steht auch der Name Konrad Laimer im Raum. Der Verein möchte den Vertrag des Defensiv-Allrounders verlängern, doch die Gehaltsvorstellungen von Spieler und Verein liegen weit auseinander. Laut Berichten fordert das Beraterteam von Laimer bis zu 15 Millionen Euro pro Jahr – eine Summe, die Hoeneß in einem Interview mit DAZN scharf kritisierte: „Konny ist ein Spieler, den ich sehr liebe. Aber er ist nicht Maradona.“
Laimer selbst nahm die Bemerkungen gelassen: „Der Uli und ich sind immer auf einer Wellenlänge, das ist kein Problem.“ Auf die Frage nach seinen Gehaltsforderungen wich er grinsend aus: „Du weißt doch gar nicht, was ich fordere.“
Die offenen Fragen beim FC Bayern sind also noch lange nicht beantwortet. Die WM-Pause könnte eine Zäsur bringen, in der die Weichen für die Zukunft gestellt werden müssen. Ob Max Eberl und Konrad Laimer den Verein verlassen, hängt von den Entscheidungen des Aufsichtsrats und den Verhandlungen mit den Spielern ab. Eines ist klar: Die kommenden Wochen werden für den FC Bayern turbulent.
