Bayern-offensive für eichhorn: 12-millionen-deal soll kimmich-nachfolge einläuten

Der Rekordmeister schaltet einen Gang höher. Nachdem Max Eberl in der vergangenen Woche intern die Marschroute für den nächsten Umbruch vorgab, steht mit Kennet Eichhorn nun der erste Name fest, der den Kader 2026 verjüngen soll. Die Ablöse: zwölf Millionen Euro – wegen einer smart platzierten Ausstiegsklausel beim 16-Jährigen.

Die Verhandlungen laufen, das bestätigte die Bild-Zeitung am Montag. Eichhorns Berateragentur, die bereits Jamal Musiala und Wisdom Mike betreut, erhielt vor zehn Tagen ein konkretes Angebot aus der Säbener Straße. Die Antwort: grundsätzlich offen, aber nicht ausschließlich. Real Madrid hat bereits ein Scouting-Fax mit detaillierten medizinischen Daten angefordert, Eintracht Frankfurt lädt den Spieler nach seiner Syndesmose-Pause zu einem Probetraining ein.

Verletzung stört nicht – das potenzial überstrahlt alles

Seit Ende Januar fehlt Eichhorn. Ein unglückliches Aufplätzen im Zweikampf gegen Regensburgs Skrzybski, aus, vorbei, Saison vorbei. Dennoch: 14 Pflichtspiele, 90 % Zweikampfquote, eine Ballgewinn-Statistik, die sich sehen lassen kann – und ein Tor im Pokal gegen Kaiserslautern, das bei Hertha schon jetzt Legend-Status hat. Die Verletzung schreckt die Großklubs nicht ab, sie verhandeln stattdessen über Schmerzensgeld-Klauseln und Boni nach Genesung.

Bayern-Kreise schweigen offiziell, doch intern ist man sich einig: Eichhorn passt ins Anforderungsprofil. Kimmich wird 31, Leon Goretzka plant laut Vereinsumfeld eine Auslandsstation, Konrad Laimer soll künftig flexibler einsetzbar bleiben. Eine deutsche Sechs, 1,88 m groß, mit Spielintelligenz und körperlicher Präsenz – das ist genau die Lücke, die der Club schließen will.

Hertha steht vor der kehrtwende

Hertha steht vor der kehrtwende

Für die Berliner wäre der Weggang ein weiterer Schlag. Nach dem Abstieg kämpft die Geschäftsführung mit 70 Millionen Euro Schulden, der Verkauf des Jungstars würde die Kasse kurzfristig entlasten. Doch Sportdirektor Benjamin Weber zögert. Er plant mit Eichhorn als Leitfigur der Neuauflage 2026/27, soll der Klub den Wiederaufstieg schaffen. Eine Entscheidung fällt laut Vereinsbosses Kay Bernstein „spätestens im Mai“, wenn die medizinische Final-Check-Up-Liste der Interessenten vorliegt.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Eichhorn im Sommer die Berliner Adidas-Tasche packt, liegt bei 30 Prozent – Tendenz steigend. Die Zahlen sprechen für sich: Zwölf Millionen Ablöse, ein Jahresgehalt von geschätzt 2,5 Millionen Euro, dazu eine Ausstiegsklausel, die erst 2028 greift. Für einen 16-Jährigen ein Lotterielos, für Bayern ein kalkuliertes Zukunftsinvestment.

Die Uhr tickt. Eichhorns Rehabilitation läuft planmäßig, Ende April will er wieder joggen, Mitte Mai ins Mannschaftstraining. Wer bis dahin die Hand schüttelt, könnte den Zuschlag erhalten. München hat die besseren Karten – und die besseren Berater im Rücken. Die Kimmich-Ära neigt sich dem Ende zu, die Eichhorn-Ära könnte schneller beginnen als gedacht.