Bayern zittert in leverkusen, díaz rettet mit zehn mann das unentschieden

Christian Schneider, TSV Pelkum Sportwelt – Die Roten reisten als Tabellenführer, verließen die BayArena aber als Glückspilze. Beim 1:1 in Leverkusen rettete Luis Díaz den FC Bayern mit seinem Treffer in der 69. Minute vor der ersten Auswärtspleite der Saison – und das, obwohl Nicolas Jackson nach einer Tätlichkeit schon vor der Pause mit Rot vom Platz musste.

Frühe führung der werkself, jackson fliegt

Die Partie war noch jung, da klingelte es schon im Münchner Kasten. Aleix García nahm einen Querschlager von Montrell Culbreath volley, der Ball streifte Dayot Upamecano und senkte sich unhaltbar für Sven Ulreich ins Netz – 1:0 nach sechs Minuten. Der 36-jährige Ersatzmann, erstmals seit September wieder zwischen den Pfosten, hatte keine Chance. Stattdessen bekam er 20 Minuten später den nächsten Schock serviert: Jackson stieg Martin Terrier auf den Knöchel, Referee Felix Zwayer zückte nach VAR-Check Rot. Mit zehn Mann und einem Tor hinten ging es in die Kabine.

Díaz schlägt zurück, dann sieht er gelb-rot

Díaz schlägt zurück, dann sieht er gelb-rot

Die zweite Hälfte war ein einziges Ringen. Vincent Kompany schickte Harry Kane für den angeschlagenen Michael Olise auf den Rasen, doch selbst der englische Torjäger konnte den Bann nicht sofort brechen. Bayer hatte zweimal die Entscheidung auf dem Fuß: Timothy Tillman scheiterte frei vor Ulreich, Patrik Schick traf nur die Beine des Keepers. Die Strafe folgte prompt. Robert Andrich leitete mit einem verunglückten Ballverlust den Konter ein, Díaz ließ Lukas Hradecky keine Abwehrchance. Die Freude hielt 15 Minuten, dann flog auch der Kolumbianer nach angeblicher Schwalbe mit Gelb-Rot vom Platz. Bayern mit neun Mann, Bayer mit leeren Händen.

Leverkusen verpasst den sprung auf platz vier

Leverkusen verpasst den sprung auf platz vier

Für die Werkself bleibt die Erkenntnis, dass die Champions-League-Ränge nicht automatisch kommen. Mit 45 Punkten liegen sie jetzt fünf hinter Dortmund, das am Sonntag nachlegt. Trainer Xabi Alonso muss seine Mannschaft in 72 Stunden aufrichten: Am Dienstag wartet Arsenal im Achtelfinal-Rückspiel, das 1:1 aus dem Hinspiel gibt den Schwung vor. Die Bayern dagegen reisen mit einem 6:1 gegen Atalanta im Gepäck völlig entspannt nach Bergamo – und wissen nun, dass auch ein halbes Team noch einen Punkt retten kann.

Am 22. April kehrt der Rekordmeister im Pokalhalbfinale zurück in die BayArena. Dann will Kompany mit allen Mann an Bord die Revanche. Bis dahin gilt: Erst einmal durchatmen – und die nächste Rot-Sperre vermeiden.