Bayern zerquetscht atalanta und landet sofort den nächsten kracher: madrid wartet
6:1 in Bergamo, 4:1 in München – der FC Bayern fegte Atalanta aus der Champions League wie ein Wintersturm durchs Münsterland. Die Quittung folgt auf dem Fuß: Viertelfinale gegen Real Madrid, den ewigen Angstgegner. Das Rückspiel im eigenen Stadion wird zur Schicksalsnacht. Kein deutscher Klub hat die Königliche öfter bluten sehen, und doch steht das Trauma von Neuers Fehlpass im Bernabéu noch immer zwischen den Linien.
Olise entzaubert italien und sieht schon spanien
Michael Olise hatte den Rasen in Bergamo noch nicht verlassen, da sprudelte aus ihm heraus, was die Bayern seit Wochen denken: „Wir haben Bock auf Madrid.“ Der Franzese tankte sich mit 34 Kilometern pro Stunde durch die Atalanta-Defensive, zog Gelb wegen Jubelrauschs, grinste wie ein Schuljunge. Seine Zahlen sprechen eine klare Sprache: fünf Torschüsse, drei Vorlagen, 13 von 15 Dribblings erfolgreich. Die Statistik trägt das Logo eines Mannes, der sich für die große Bühne schminkt.
Doch der nächste Gegner trägt Weiß und spielt, als gäbe es kein Morgen. Real Madrid schickte Manchester City mit einem 3:0 im Rücken ins Bett und schraubte die eigene Bilanz auf 15 Titel. Während die Bayern seit 2020 auf den Henkelpokal starren, schraubte Madrid weiter, als wäre die Champions League ihr Privatclub. Die Psycho-Frage lautet: Wer traut sich, den Takt zu bestimmen? Denn wer gegen Real das Tempo diktiert, läuft Gefahr, von Vinícius Junior auf dem Konter davongespult zu werden. Wer sich zurückzieht, versinkt im eigenen Strafraum. Ein Dilemma, das Thomas Tuchel in den nächsten zehn Tagen zerbeißen wird.

Paris oder liverpool warten schon als nächste sprengung
Der Turnierbaum liest sich wie ein Who-is-Who des Geldes. Gewinnt Bayern das Duell mit Real, droht im Halbfinale entweder PSG mit Kylian Mbappé oder Liverpool mit dem Turbo-Sturm von Mohamed Salah. Die Prognose lautet: noch mehr Feuer, noch mehr Nerven. Die Bayern haben in dieser Saison bereits 30 Pflichtspieltore geschossen, seit die Rückrunde begann – ein Wert, der selbst bei den eigenen Ansprüchen glüht. Die Defensive um Kim Min-jae und Dayot Upamecano kassierte in denselben Partien nur sechs Gegentreffer. Die Balance stimmt, die Moral auch. Aber Madrid ist kein Bundesliga-Mittelmaß.
Die Liga der Giganten beginnt am 8. April im Bernabéu. Dann müssen die Bayern beweisen, dass sie nicht nur Atalanta, sondern auch ihre eigenen Gespenster bezwingen können. Die letzte Niederlage gegen Real steht noch immer in den Köpfen – und in der Statistik: vier K.o.-Spiele in Folge ging der Himmel in Weiß nicht auf. Die Zeit der Reue ist vorbei. Jetzt zählt nur noch ein einziges Ergebnis, sonst wird der Traum vom sechsten Titel erneut zum Albtraum. Madrid wartet – und der Countdown läuft.
