Bayern zerlegt real – neuer hält madrid im alleingang auf!

Madrid bebte, und zwar nicht vor Begeisterung. Der FC Bayern München hat im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League eine beeindruckende Vorstellung gezeigt und Real Madrid mit 2:1 bezwungen. Ein Sieg, der mehr als nur drei Punkte bedeutet – er schickt eine klare Botschaft an den europäischen Fußball: Die Bayern sind zurück im Titelrennen.

Die „bestia negra“ erwacht zu neuem leben

Lange Zeit schien die Festung Bernabéu für deutsche Mannschaften unüberwindbar. Doch die Erinnerungen an den Sieg im Elfmeterschießen 2012 sind verblasst. Die Bayern zeigten gestern Abend, dass sie dem Königlichen Park die Angst einjagen können. Trainer Vincent Kompany hatte einen Matchplan vorgelegt, der wie angegossen war. Von der ersten Minute an schnürten die Münchner die Madrilenen in deren eigene Hälfte ein, nutzten aggressive Pressing und schnelle Umschaltbewegungen, um Real unter Druck zu setzen. Thiago Pitarchs Fehler in der 28. Minute wurde von Serge Gnabry gnadenlos ausgenutzt – 1:0 für die Bayern! Kurz nach der Pause erhöhte Aleksandar Pavlovic auf 2:0, nachdem er einen Ballgewinn im eigenen Bereich erstritten hatte.

Die Leistung von Manuel Neuer war schlichtweg phänomenal. Der 40-Jährige bewies, dass er immer noch zu den weltbesten Torhütern gehört. Mbappé und Vinícius Júnior waren an ihm abgewiesen, und selbst als Real kurzzeitig durch Mbappés Treffer in der 74. Minute Hoffnung schöpfte, war Neuer zur Stelle. „Ist ja ’ne Frechheit!“, scherzte er nach dem Spiel bei „Prime Video“, „Da muss ich wohl einen Fehler gemacht haben.“ Ein Torwart mit Humor und Weltklasse-Qualitäten.

Mbappé im fokus – doch neuer stiehlt ihm die show

Mbappé im fokus – doch neuer stiehlt ihm die show

Kylian Mbappé, der französische Superstar, stand zwar im Mittelpunkt, doch seine Leistung wurde von Neers Glanz überschattet. Die spanische Presse hatte in den letzten Wochen die mangelnde Integration des Weltmeisters von 2018 kritisiert. Nun mag er zwar einen Treffer erzielt haben, doch die Freude wird in Madrid getrübt sein. Bayern-Kapitän Neuer räumte ein: „Im Eins-gegen-eins, wenn sie viel Raum haben, ist es sehr hart.“ Die Torgefahr des Franzosen, die er auf dem Platz ausstrahlt, kann auch die beste Verteidigung schwer bannen.

Das Hinspiel ist zwar vorbei, aber die Aufgabe für die Bayern ist noch lange nicht erledigt. Das Rückspiel in München am 15. April wird eine Zerreißprobe. Doch wenn Manuel Neuer in der gleichen Form auftritt wie in Madrid, können die Madrilenen nur hoffen, dass sie nicht erneut von der „Bestia Negra“ gefressen werden. Die Bayern haben gezeigt, dass sie bereit sind, um den Henkelpott zu kämpfen. Und das ist eine Botschaft, die in ganz Europa widerhallt.