Bayern stolpert erneut: heidenheim schnuppert sensation!

München atmete auf – nur knapp! Die Bayern haben gegen Heidenheim ein weiteres dramatisches Bundesliga-Spiel erlebt, das bis in die Nachspielzeit hinein spannend blieb. Nach einem 3:2-Rückstand und einer verletzungsbedingten Zitterpartie sicherten die Münchner durch ein Last-Minute-Tor von Michael Olise ein Unentschieden, das mehr wie ein Befreiungsschlag wirkt als ein souveräner Sieg.

Die abwehr ein rätsel, die offensive ein kraftakt

Die abwehr ein rätsel, die offensive ein kraftakt

Die Leistung der Bayern war mal wieder ein Spiegelbild ihrer aktuellen Form: Unbeständig. Trainer Vincent Kompany hatte vor dem Spiel gewarnt, dass die Vorfreude auf das Rückspiel gegen Paris Saint-Germain die Konzentration aufs Bundesliga-Spiel beeinträchtigen könnte. Diese Befürchtung bewahrheitete sich. Heidenheim, das rettungsbedrohte Team, nutzte die Unsicherheiten der Bayern-Abwehr gnadenlos aus und ging durch Budu Zivzivadze früh in Führung. Ein Stellungsfehler von Jonathan Tah ermöglichte kurz darauf Eren Dinkçi sogar die schnelle 2:0-Führung der Gäste – ein Schock für die heimische Kurve.

Die Reaktion der Bayern ließ auf sich warten. Kompany reagierte zur Halbzeit mit einem Vierfachwechsel, brachte Kane, Olise, Diaz und Kimmich – eine Parade an Star-Power, deren Marktwert satte 315 Millionen Euro beträgt. Die frischen Kräfte brachten zunächst den nötigen Impuls: Goretzka traf per Freistoß zur 1:2-Anschlusstür, wenig später erhöhte er auf 2:2. Doch die Führung war nur von kurzer Dauer. Zivzivadze ließ sich nicht lumpen und markierte seinen zweiten Treffer des Abends, womit er Heidenheim erneut in Führung brachte.

Ein Drama in der Nachspielzeit

Der große Auftritt von Olise sollte aber noch einen weiteren Höhepunkt beinhalten. In der zehnten Minute der Nachspielzeit war es der eingewechselte Franzose, der mit einem präzisen Schuss das 3:3 erzielte und die Bayern vor dem Abgrund bewahrte. Doch der Jubel wurde getrübt von einer Verletzung von Jonas Föhrenbach. Der Heidenheimer Verteidiger wurde von Torwart Ramaj unglücklich von der Seite getroffen und musste minutenlang behandelt werden. Da Heidenheim keine Auswechselspieler mehr zur Verfügung hatte, musste er mit einer blutenden Nase zurück auf den Rasen – ein trauriger Abschluss für die Mannschaft, die so nah am historischen Sieg war.

Die Bayern haben damit schon wieder ein Spiel in letzter Minute gerettet, nachdem sie bereits gegen Mainz und Paris mit einem Rückstand in die Partie gegangen waren. Es bleibt abzuwarten, ob Kompanys Team aus diesen dramatischen Erfahrungen lernt und in Zukunft konstantere Leistungen zeigt. Die Frage ist: Kann eine solche Nervosität im Rückspiel gegen Paris wirklich zu einem Erfolg führen?