Bayern schnappt sich kvaratskhelia – diesmal den kleinen bruder
München schielt auf das nächste Georgier-Goldstück. Tornike Kvaratskhelia, 16, trainiert seit Tagen auf dem Bayern-Campus, erzielte am Dienstag ein Tor im Test gegen die Global Academy und lässt die Klubspitze aufhorchen. „Er ist ein talentierter junger Spieler“, sagte Sportdirektor Christoph Freund, „wir werden sehen, wie es weitergeht.“
Warum der name kvaratskhelia beim rekordmeister alarm auslöst
Der Nachname ist Programm. Sein Bruder Khvicha fegte erst im Halbfinale der Champions League mit Paris Saint-Germain über die Bayern-Defensive hinweg und schoss die Franzosen ins Finale. Nun soll der Kleine nachziehen – nur eben mit einem Umweg. Tornike steht noch bei Dinamo Tiflis unter Vertrag, gilt als Linksaußen mit bissigem Dribbling und einem Schuss, der sich schon in der U17-Nationalmannschaft Georgiens rumsprach.
Die bayerischen Beobachter notierten: technisch versiert, aber körperlich noch roh. Die Lösung könnte das Red-&-Gold-Netzwerk sein. Ein Leihgeschäft zu den Grasshoppern würde den EU-Bürokratie-Hürden aus dem Weg räumen und dem Jungen Zeit geben, bis er mit 18 endgültig nach München wechseln darf.

Ein verpasster transfer, ein zweiter versuch
Das Drehbuch kennen die Bayern schon. 2018 wollten sie Khvicha, damals 16, verpflichten. Der Deal zerbarst an denselben Regularien, die jetzt Tornike blockieren. Die Münchener haben gelernt. Mit Zwischenstation Zürich winkt ein Pro-Kopf-Preis von geschätzt 1,5 Millionen Euro – ein Schnäppchen, sollte sich nur die Hälfte des Bruder-Talents entfalten.
Freund betonte, dass noch nichts unterschrieben sei. Doch wer den Teenager auf dem Campus sah, berichtet von einem Jungen, der nach jedem Training noch 20 Minuten freie Schüsse zimmert – und dabei genau in den Winkel trifft, den seine Bruder-Version in der Allianz Arena vor Monaten zum 1:0 versenkte.
Die Botschaft ist klar: Bayern baut nicht nur auf Altstars, sondern pflanzt weiter georgische Weinstöcke im eigenen Garten. Wenn Tornike 2026 mit 18 endgültig an die Isar zieht, könnte er bereits 30 Pflichtspiele in der Swiss Super League auf dem Buckel haben – und den Druck, dem Familiennamen gerecht zu werden, im Gepäck. Die Vereinsbosse winken ab: „Er soll erst einmal Tornike werden, nicht Khvicha zwei.“
