Bayern münchen scheitert in der euroleague – der traum ist vorbei
Es brauchte kein eigenes Spiel mehr, um die Wahrheit zu besiegeln. Roter Stern Belgrad erledigte die Arbeit in Spanien: Ein 108:100-Sieg nach Verlängerung gegen Baskonia Vitoria-Gasteiz am Dienstagabend, und die letzte rechnerische Hoffnung der Münchner auf die K.o.-Phase der EuroLeague ist Geschichte. Bayern München scheidet vorzeitig aus – noch vor dem letzten Auftritt gegen das Schlusslicht.
Eine saison, die schon früh verloren war
Man muss ehrlich sein: Diese Entscheidung kam nicht überraschend. 20 Niederlagen gegen nur 13 Siege sprechen eine klare Sprache. Platz 16 in der Tabelle, weit entfernt von den Play-in-Rängen. Trainer Svetislav Pesic und sein Team haben die Weichen in der Hauptrunde selbst falsch gestellt – zu viele Ausrutscher gegen Gegner, die man auf diesem Niveau schlagen muss, zu wenig Konstanz in den entscheidenden Momenten.
Noch fünf Spiele stehen in der europäischen Königsklasse aus, darunter das Duell am Donnerstag um 20:30 Uhr gegen ASVEL Villeurbanne Lyon. Ein Spiel ohne Konsequenz, zumindest was die Tabelle betrifft. Das letzte Mal, dass Bayern die EuroLeague-Playoffs wirklich mitgespielt hat, war 2021/22, als das Viertelfinale erreicht wurde. Seitdem hat der Klub den Anschluss an Europas Elite nicht wiedergefunden.

National noch ein titel zu holen
Der Blick nach innen fällt deutlich freundlicher aus. In der BBL führt Bayern die Tabelle an – eine bislang stabile, überzeugende Saison auf nationalem Boden. Die Playoffs beginnen Mitte Mai, und der Klub zählt zu den heißesten Titelanwärtern. Im BBL-Pokal war im Halbfinale Schluss, ein Wermutstropfen, der aber den Gesamteindruck nicht trübt.
Europa hat Bayern in dieser Spielzeit enttäuscht. Die Bundesliga soll die Antwort liefern – und Pesic weiß, dass er seinen Spielern genau das jetzt schuldet.
