Bayern gegen mainz: kompany warnt vor selbstüberschätzung!

München atmet auf: Die Meisterschaft ist unter Dach und Fach, doch die Pflicht ruft. Am heutigen Samstag empfängt der FC Bayern in Mainz das Team von Bo Svensson, bevor am Dienstag die Halbfinal-Hürde in der Champions League gegen Paris Saint-Germain wartet. Vincent Kompany, der neue Coach des Rekordmeisters, mahnt dennoch zur Vorsicht und betont, dass der Fokus voll und ganz auf der Aufgabe in Mainz liegen muss.

Die liga als vorbereitung auf paris

Nachdem die letzten Wochen vor allem von packenden K.o.-Duellen in der Champions League und im DFB-Pokal geprägt waren, stehen für den FC Bayern nun wieder einige Ligapartien an. Und auch wenn der Titel bereits feststeht, will man die Chance nutzen, den Punkterekord aus der Saison 2012/13 (91 Punkte) zu knacken. „Wir wollen die drei Punkte“, so Kompany, der diese Standardfloskel natürlich kennt, aber dennoch mit Nachdruck betont. „Mainz ist ein sehr schwieriges Auswärtsspiel.“

Die Erwartungen sind hoch, aber Kompany weiß, dass man sich nicht von den bevorstehenden Duellen gegen PSG blenden darf. „Wir sind alle Menschen“, erklärt er, „das ist ganz normal.“ Schließlich sind die Spiele gegen Real Madrid in der Königsklasse auch keine Nebensache waren. Doch als Trainer muss er dem Team ein klares Ziel vor Augen führen: Mainz ist jetzt, Paris später.

Rotation ist angesagt – mentalität zählt

Rotation ist angesagt – mentalität zählt

Es ist kein Geheimnis, dass Kompany gegen Mainz nicht mit der gleichen Elf auflaufen wird wie am Mittwoch in Leverkusen und in der kommenden Woche gegen Paris. „Es kann sein, dass wir Entscheidungen treffen, die ein bisschen logisch sind“, so der Coach, der auf die Belastungssteuerung und mögliche Wehwehchen achten muss. Guerreiro könnte Musiala im Mittelfeld ersetzen, Goretzka rückt ins Zentrum, während Kim und Ito auf der Innenverteidigerposition gesetzt sind. Auch Davies und Jackson könnten ihre Chance bekommen, während Kane und Co. Kräfte sparen.

Kompany fordert von seiner Mannschaft vor allem eine starke Mentalität. „Wir müssen bereit sein, unser bestes Spiel zu zeigen und zu kämpfen.“ Er weiß, dass er mit der Rotation einige Spieler frisch und motiviert ins Spiel gegen Mainz bringen kann, ohne dabei die Vorbereitung auf das Duell mit PSG aus den Augen zu verlieren. Er will das Team nutzen, um – mit einem Augenzwinkern – „das große Ziel nicht wegspielen, aber trotzdem keine Angst haben, die Spieler zu pushen.“

Die Entscheidung, welche Spieler in Mainz alles geben, wird Kompany sorgfältig abwägen. Nach all dem, was bisher erreicht wurde, darf die Leistung in Mainz nicht untergehen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Kompany es schafft, die Balance zwischen Liga und Champions League zu halten und die Bayern auf ihrem Weg zum Triple vorzubereiten.