Bayern entgeht uefa-strafe: kimmich und olise dürfen planen

Der FC Bayern atmet auf. Die Uefa wird laut L'Équipe kein Disziplinarverfahren gegen Joshua Kimmich undMichael Olise einleiten. Die beiden Profis fehlen zwar weiterhin im Rückspiel bei Atalanta Bergamo, doch die Angst vor einer zusätzlichen Sperre ist gebannt. Das ist goldwert, wenn der Klub wie erhofft ins Viertelfinale einzieht.

Grund für die Gelbsperre: Olise zögerte vor einem Eckball, Kimmich bremste einen Freistoß. Beide Karten fielen in der Schlussphase des 3:0-Siegs. Ein Déjà-vu? 2019 hatte sich Sergio Ramos absichtlich verwarnen lassen und kassierte zwei Spiele Strafe. Doch diesmal fand Schiedsrichter Espen Eskas kein Fehlverhalten erwähnenswert. Kimmich sagt klar: „Nein!“ zu jeder Absicht. Die Uefa kauft es ihm ab.

Die karten sind gelöscht – das timing perfekt

Wer jetzt ins Viertelfinale kommt, startet mit Null Gelben. Real Madrid oder Manchester City winkt. Für Kimmich und Olise bedeutet das: Ein Spiel Pause, dann Vollgas. Das Duo war zentral im 3:0-Erfolg, Olise mit Torbeteiligung, Kimmich als strafführender Sechser. Ihre Abwesenheit in Bergamo ist ärgerlich, aber nicht katastrophal. Trainer Vincent Kompany kann auf Leon Goretzka und Kingsley Coman zurückgreifen. Die Breite des Kaders zeigt sich erstmals in dieser Königsklasse-Saison wirklich.

Die Entscheidung der Uefa schickt ein Signal: Taktische Gelbe sind nur dann strafwürdig, wenn der Schiri sie als Provokation wertet. Eskas schwieg, also schweigt auch Nyon. Für die Bayern ist das ein kleiner juristischer Sieg vor dem großen sportlichen Showdown.