Bayern bekommt samstag-serie – und kann heidenheim absteigen lassen

Die DFL hat die letzten vier Spieltage terminiert – und dem FC Bayern einen Gefallen getan. Die Münchener dürfen sich bis zur Meisterschaft ausschlafen: Alle Partien finden samstags statt, kein Dienstag-Gejammer, keine Englische Woche mehr. Das Sahnehäubchen: Am 32. Spieltag gastieren die Münchner beim 1. FC Heidenheim – und könnten dort den 35. Titel perfekt machen. Derselbe Gegner würde bei neun Punkten Rückstand auf das Rettungsboot gleichzeitig die Rückrundentickets buchen.

Die rechnung geht schon vorher auf

Warum warten, wenn’s vorher klappt? Bereits am 31. Spieltag gegen Mainz reicht den Bayern ein Punkt, um die Schale rechnerisch zu sichern. Das Torverhältnis spricht eine klare Sprache: plus 42 im Plus gegenüber Verfolger Borussia Dortmund. Selbst wenn Dortmund die Restspiele mit Tennisergebnissen gewinnt, die Bayern müssten kollektiv ihr Tor vergessen – unwahrscheinlicher ist ein verschobenes Oktoberfest.

Die Terminplaner setzen dabei auf Brisanz statt Zufall. Am 31. Spieltag kreuzen sich die Wege der Titel- und Abstiegskandidaten. Stuttgart trifft auf Werder, Leverkusen empfängt Leipzig, Können die Schwaben den Europa-League-Platz festzurren? Parallel laufen die Bayern gegen Mainz – und könnten den Rheinhessen den Saisonknockout verpassen.

Champions-league-duell im schatten des fc hollywood

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Wer oben mitmischen will, muss samstags liefern. Das Rheinderby Köln gegen Leverkusen (31. Spieltag, 15.30 Uhr) wird zur Zitterpartie für die Werkself, denn RB Leipzig lauert nur drei Tage später in der BayArena. Die TSG Hoffenheim empfängt parallel Stuttgart – ein Sieg der Kraichgauer würde die Karten für die Königsklasse neu mischen. Der BVB muss indes am Freitag ran, Frankfurt gastiert vorverlegt um 20.30 Uhr. Der Vorteil: Gewinnen die Schwarzgelben, legen sie Druck hin, verlieren sie, lachen die Konkurrenten ins Fäustchen.

Am 34. Spieltag geht die Liga mit Neun-Punkt-Synchronität in die Sommerpause. Alle neun Partien um 15.30 Uhr, keine Sonderbewertung, keine Relegationsposse – nur reine Tabelle. Die 2. Bundesliga folgt tags darauf, dann ist endgültig klar, wer in welche Richtung reist.

Für den Rekordmeister bleibt also einmal mehr alles beim Alten: Samstag, Sieg, Meisterschale. Und wenn Heidenheim dabei in Liga zwei rutscht? Pech für den Aufsteiger, Dessert für die Bayern.