Bayer leverkusen schnappt sich kosovarische nationalspielerin misini
Lumbardha Misini unterschreibt bis 2029. Der Tabellenfünfte der vergangenen Bundesliga-Saison holt sich eine Mittelfeldspielerin, die in der Schweiz bereits bewies: Sie kann den Rhythmus diktieren.

Vom genfersee an den rhein
Der Transfer ist fix. Servette FC, Meister der Schweizer Super League, verliert seine treibende Kraft im Zentrum. Die 23-Jährige wechselt nach Leverkusen und bringt 28 Länderspiele für den Kosovo mit. Das ist Erfahrung, die man nicht im Trainingslager lernen kann.
Achim Feifel, Sportdirektor der Werkself, malt kein kleines Bild: „Sie wird eine treibende Kraft im Mittelfeld sein, den Ton angeben und den Übergang zwischen Abwehr und Angriff gestalten.“ Wer so redet, hat keine Lust auf Ausreden. Er will Ergebnisse.
Misini selbst bleibt bodenständig. „Energie und Leidenschaft“ verspricht sie einzubringen. Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Hinter ihrer Entscheidung steckt ein Name, der in Leverkusen noch immer nachhallt: Granit Xhaka. Der Mittelfeldstratege verließ den Verein 2025, hinterließ aber Spuren. „Er hat mich inspiriert“, gibt Misini offen zu. „Ich habe meiner Familie schon vor langer Zeit gesagt, dass ich eines Tages auch gerne für Bayer 04 spielen würde.“
Diese Aussage sagt mehr über den Charakter der Spielerin aus als jede Statistik. Wer als Kind von einem Verein träumt und Jahre später den Vertrag unterschreibt, bringt etwas mit, das man nicht kaufen kann: Echtes Feuer.
Der Frauenfußball in Deutschland gewinnt an Zug. Mit Vertragslaufzeiten bis 2029 investieren die Topklubs langfristig in ihre Zukunft. Leverkusen setzt hier auf Kontinuität statt Schnellschüsse. Ob Misini den Erwartungen gerecht wird, wird sich auf dem Platz zeigen. Eines steht fest: Sie kommt nicht, um zu schauen.
