Baskonia schlägt maccabi im krimi – nowells dreier nagelt tel aviv ans brett
40-19 im dritten Viertel, 101-98 am Ende – Vitoria wurde zur Falle für Maccabi Tel Aviv. Baskonia dreht einen Zehn-Punkte-Rückstand in einen Sieg und hält die Playoff-Träume der Israelis mit einem gezielten Schlag in Schach.
Markquis nowell wird zum henker, tim luwawo-cabarrot zur versicherung
Die Partie begann wie ein Wettessen aus der Dreierlinie: Trent Forrest und Looney Walker tauschten Korbeinlagen aus, bis die Gäste bei 28-36 in der Kabine verschwanden. Doch was in Tel Aviv laufen sollte, blieb im Buesa Arena hängen. Markquis Nowell eröffnete das dritte Viertel mit einem 8-0-Lauf, versenkte später den entscheidenden Fern-Dreier bei 96-89 und nahm Maccabi die Luft.
Die Statistik? Schön, aber nebensächlich. Tim Luwawu-Cabarrot sammelte 26 Wertungspunkte, doch seine beiden Freiwürfe 13 Sekunden vor Schluss waren wertvoller als jeder Lay-up. Die Israelis um Jimmy Clark (26 Punkte) und Roman Sorkin (22) kamen noch einmal auf 98-101 heran, mehr war nicht drin.

Ein viertel so gnadenlos wie ein box-k.o.
Der 40-19-Run nach der Pause war kein Zufall. Oded Kattash wechselte auf Zonen-Press, Paolo Galbiati ließ seine Mannschaft das Tempo diktieren. Die Folge: Maccabi versenkte im dritten Abschnitt nur 7 von 20 Würfen, Baskonia traf 70 Prozent aus dem Feld. „Wir haben die Schalter umgelegt“, sagte Galbiati nach dem Spiel – mehr Worte brauchte er nicht.
Die Konsequenz für die Tabelle: Baskonia springt auf 17-19 und hält Anschluss an das Play-In-Feld. Maccabi bleibt bei 15-21, die Reise nach Berlin im Mai wird zur Nagelprobe. Die Euroliga ist kein Ponyhof; wer zwei Mal in Folge in Vitoria verliert, muss ums Überleben kämpfen.
Am Freitag geht’s für Baskonia nach Kaunas, Maccabi empfängt Fenerbahce. Dreier werden fliegen, Nerven werden blank liegen. Wer zuletzt in Spanien war, weiß: Die Klinge sitzt tiefer als gedacht.
