Basketball-legende romay: „es gibt viel hochphobie… leute, die große hassen“
Fernando Romay, eine Ikone des spanischen Basketballs, hat in einem Gespräch mit Alberto Herrera auf COPE einiges Aufsehen erregt. Der 2,13 Meter große Ex-Spieler von Real Madrid, OAR Ferrol und CB Zaragoza prangerte nicht nur die mangelnde Barrierefreiheit für große Menschen an, sondern auch die weit verbreitete Hochphobie – eine Abneigung gegen große Personen.
Ein leben mit außergewöhnlicher größe: herausforderungen und kämpfe
Romay, der einst in einer intensiven Rivalität mit Miguel Tarín (2,17 m) das spanische Basketball dominierte, sprach offen über die Schwierigkeiten, mit seiner Körpergröße zurechtzukommen. „Das Beste am Großen sein ist, dass man auffällt“, bemerkte er, doch die Realität sieht oft anders aus. Ein besonders ärgerlicher Punkt ist der Mangel an angepasster Infrastruktur: „Es gibt keine Prothesen in meiner Größe, ich musste mir eine maßschneidern lassen.“ Diese Erfahrung verdeutlicht die Hürden, mit denen große Menschen im Alltag konfrontiert sind. Er schilderte die Zeit mit temporären Stiften, bis seine maßgefertigte Hüftprothese verfügbar war – ein Beweis für die Notwendigkeit individueller Lösungen.
Die Reiseunannehmlichkeiten sind ein weiteres Thema, das Romay ansprach. „Der letzte war dumm“, erinnerte er sich lachend an die Zeiten in den 80er Jahren, als es keine Sitzplatzreservierungen gab und er und seine Teamkollegen um einen Platz in der Notausgangsreihe kämpfen mussten. Diese Anekdote wirft ein Schlaglicht auf eine Zeit, in der die Bedürfnisse großer Menschen schlichtweg ignoriert wurden.

Hochphobie: ein weit verbreitetes problem
Romay nutzte die Gelegenheit, um die Hochphobie anzuprangern. „Es gibt viel Hochphobie… Leute, die Große hassen“, betonte er. Diese Aussage unterstreicht die Notwendigkeit, das Bewusstsein für die Diskriminierung großer Menschen zu schärfen und eine offene Diskussion über das Thema anzustoßen. Er forderte mit einem Augenzwinkern: „Hochphobie raus!“, was für Gelächter bei Alberto Herrera sorgte.
Das Problem reicht über die alltäglichen Unannehmlichkeiten hinaus. Romay beklagte sich auch über die Enge der Sitzplätze und die fehlenden Rabatte für große Menschen, angesichts der begrenzten Auswahl an großen Größen. Die Forderung nach mehr Inklusivität und Anpassung ist ein klarer Appell an Unternehmen und Gesetzgeber, die Bedürfnisse aller Bürger zu berücksichtigen. Der ehemalige Olympiasieger zeigt damit, dass es noch viel zu tun gibt, um eine wirklich inklusive Gesellschaft zu schaffen.
Die offene Art und Weise, wie Fernando Romay seine persönlichen Erfahrungen und die damit verbundenen Herausforderungen teilt, ist bemerkenswert. Er gibt nicht nur einen Einblick in sein Leben, sondern lenkt auch die Aufmerksamkeit auf ein oft übersehenes Problem. Seine Stimme ist ein wichtiges Signal für mehr Toleranz und Akzeptanz.
