Barcelona zerlegt real im clásico: 6:2-kantersieg bringt halbfinale zum greifen

Der FC Barcelona hat den Frauenfußball erneut auf ein höheres Level gehoben. Im ersten Viertelfinalduell der Champions League gegen Real Madrid lieferten Alexia Putellas und ihre Teamkolleginnen eine Demonstration ab, die seinesgleichen sucht. 6:2 lautete das Endergebnis, doch die Zahlen sagen nur die halbe Wahrheit. Es war eine Machtdemonstration, eine Lehrstunde in Ballbesitzfußball und eine klare Ansage an die Konkurrenz: Der Titelverteidiger ist zurück – und er ist hungriger denn je.

Real madrid zeigte kurz aufbäumen, doch barcelona ließ keine zweifel aufkommen

Die Gäste aus der Hauptstadt begannen mutig, doch schon nach sechs Minuten war die erste Niederlage besiegelt. Ewa Pajor, die polnische Stürmerin, die aus Wolfsburg kam, um Tore zu schießen, traf zur frühen Führung. Nur sieben Minuten später erhöhte Esmee Brugts per Kopf auf 2:0. Die Madrilenen wirkten wie gelähmt, der Ballbesitz der Katalaninnen lag bei über 70 Prozent. Doch dann kam der kurze Moment der Hoffnung: Linda Caicedo verkürzte nach einer halben Stunde. Die Fans im Bernabéu erwachten kurz auf. Doch die Freude währte nur 120 Sekunden. Irene Paredes köpfte die nächste Ecke rein – 3:1 zur Pause, die Vorentscheidung.

Im zweiten Durchgang legte Barcelona noch einen Zahn zu. Pajor traf erneut, diesmal mit dem linken Fuß. Vicky López, erst 18 Jahre alt, erhöhte auf 5:2. Caicedo erzielte ihren zweiten Treffer, doch es war nur ein Konsolationspunkt. Die Krönung war Alexia Putellas, die Kapitänin, die vom Punkt zum 6:2-Endstand einnetzte. Der Jubel war gigantisch, die Entlastung spürbar. „Wir haben gezeigt, wer der Boss ist“, sagte Putellas nach dem Spiel. „Aber wir sind noch nicht im Halbfinale. Das Rückspiel wird hart.“

Barcelona steht vor dem erneuten finaleinzug – und bayern wartet

Barcelona steht vor dem erneuten finaleinzug – und bayern wartet

Mit dem 6:2 im Rücken kann Barcelona am 2. April im Camp Nou mit Selbstvertrauen auflaufen. Die Statistik spricht eine deutliche Sprache: Kein Team hat in der Geschichte der Frauen-Champions League ein 4-Tore-Hinspiel noch verspielt. Real Madrid wird alles versuchen, doch die Wahrscheinlichkeit, dass sie die Katalaninnen noch stoppen können, liegt bei unter fünf Prozent. Derweil richten sich die Blicke bereits auf das mögliche Halbfinale. Dort wartet entweder Manchester United oder der FC Bayern München. Die Münchnerinnen gewannen das Hinspiel mit 3:1 gegen die Engländerinnen und haben gute Chancen, das Ticket zu lösen. Ein Duell Barcelona gegen Bayern wäre das Finale vor dem Finale – und es wäre ein Duell der beiden besten Teams Europas.

Die Zahlen sprechen für sich: Barcelona hat in dieser Saison 34 Pflichtspiele gewonnen, nur eines verloren. Tore: 112:17. Die Mannschaft von Trainer Jonatan Giráldez ist nicht nur effizient, sie ist auch spektakulär. Die Fans im Camp Nou werden am 2. April erneut ein Spektakel erwarten – und sie werden es bekommen. Die Reise nach München oder Manchester ist bereits gebucht. Der Traum vom Triple lebt.