Barcelona rüttelt kader auf: forts kampf um stammplatz beginnt

Héctor Fort packt seinen Koffer in Elche, doch diesmal nicht für einen weiteren Leihweg. Am 13. Juli steht der 19-Jährige in Sant Joan Despí vor Hansi Flick – und hat nur eine Botschaft: Ich bleibe hier.

Die breitseite nach nur einem jahr

Gerade einmal zwölf Monate dauerte sein Zwischenspiel in der Segunda División. Fort absolvierte 28 Spiele für Elche, bewies Laufkraft, drückte seine Gegenspieler bis zur Eckfahne und lieferte sechs Vorlagen. Doch der Trumpf, mit dem er jetzt zurückkehrt, ist knallharte Logik: Rechts hinten hat Barcelona nur Jules Koundé. Als der Franzose ausfiel, improvisierte Flick mit Eric García, Ronald Araújo oder gar Marc Casadó – alles Innenverteidiger oder Sechser. Eine echte Alternative? Fehlte.

Flick weiß das. Deshalb fliegt der Kader am 16. Juli nach England, zwei Testspiele in sieben Tagen. Fort hat schon seinen Kalender markiert: mindestens 135 Minuten Spielzeit, sonst wird es eng. Denn der Plan ist simpel: zeigen, dass er nicht nur Notlösung, sondern Konkurrenz ist.

Der koundé-faktor

Der koundé-faktor

Koundé war nach der Saison 2023/24 nicht der Unumstrittene. Seine Passquote sank auf 84 %, die Zweikampfquote auf 56 % – beides schlechteste Werte seit drei Jahren. Barcelona lehnt aktive Verkaufsgespräche zwar ab, doch intern rechnet man: eine Offerte jenseits von 50 Millionen Euro löse einen Krisen-Meeting aus. Dann stünde Forts Konkurrenzliste plötzlich leer.

Andere Leihgaben? Nebengeräusche. Ansu Fati hat sich längst mit Brighton geeinigt, Ter Stegens Comeback ist kompliziert – der Torwart ringt noch mit seinem Daumenband, und die medizinische Abteilung schickt jede Woche neue Gutachten zu Xavi Hernández’ Nachfolger.

Die uhr tickt laut

Die uhr tickt laut

Fest steht: Forts Vertrag läuft bis 2026, die Ablöse-Klausel liegt bei einer Milliarde – reine Formsache. Entscheidend wird der 27. Juli, wenn Barcelona gegen Manchester City in Chapel Hill, North Carolina, ran muss. Genau 24 Stunden später steht das zweite Spiel gegen Real Madrid in New Jersey an. Zwei Auftritte, zwei Chancen, eine Botschaft: Ich bin kein Leihspieler mehr.

Wenn er es nicht schafft, wartet der Flieger zurück nach Spanien – und diesmal mit Schild „Elche oder anderer Klub“. Doch wer Fort kennt, spielt keine Zweifel auf. Er hat schon als Jugendlicher bei der U17 gesagt: „Ich spiele, bis die Sohlen glühen.“ Die sind schon gepackt. Am 13. Juli beginnt der Countdown.