Barcelona patzt: atlético gewinnt – var-fehler katastrophal?
Barcelona hat im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Atlético Madrid eine bittere 0:2-Heimniederlage kassiert. Doch nicht nur das Ergebnis schmerzt, sondern vor allem eine strittige Szene, die Erinnerungen an den Arsenal-Bayern-Krimi im letzten Jahr wachrief. Hansi Flick, der Trainer der Katalanen, äußerte sich ungläubig über das Versagen des Video-Assistenten.
Die umstrittene szene im detail
In der 54. Minute entwickelte sich ein regelwirrer Moment rund um Barcelonas Innenverteidiger Marc Pubill. Nach einer flachen Abwehr von Atlético-Keeper Juan Musso legte sich Pubill den Ball mit der Hand zurecht und führte den Abstoß erneut aus. Ein klarer Handspiel-Verstoß im Strafraum, der von Schiedsrichter Istvan Kovacs und dessen VAR-Kollegen Christian Dingert schlichtweg übersehen wurde. Ein fataler Patzer!
“Ein Elfmeter und eine Gelb-Rote Karte hätten zwingend gegeben werden müssen!”, wetterte Flick nach der Partie gegenüber Movistar Plus+. Pubill war zu diesem Zeitpunkt bereits verwarnt worden. Der VAR-Pauschalpreis scheint sich hier nicht ausgezahlt zu haben – ein Lehrstück darüber, wie Technologie auch versagen kann.

Die personalsituation und das rückspiel
Zwar müsse man die Niederlage einordnen, so Flick, doch die Leistung war bei Weitem nicht optimal. Die Roten Karte für den jungen Pau Cubarsi, der Giuliano Simeone entscheidend zu Fall brachte, schmerzte zusätzlich, da Barcelona den Rest der Partie in Unterzahl bestreiten musste. “Ich weiß nicht, ob es eine Rote Karte war, muss es aber nicht”, gab sich der Coach zurückhaltend. Dennoch will er die Hoffnung auf eine Wende im Rückspiel am kommenden Dienstag nicht aufgeben: “Wir werden nicht aufgeben.”
Kapitän Ronald Araujo pfiff in die gleiche Richtung: “In ihrem Stadion ist es schwierig, aber wenn jemand es schaffen kann, dann wir. Wir müssen eine positive Einstellung bewahren.” Die Aufgabe wird enorm, aber Barcelona hat schon oft bewiesen, dass es in der Lage ist, scheinbar aussichtslose Situationen zu drehen. Ob diesmal die Sterne jedoch zusammenstehen, bleibt abzuwarten. Die Zahlen sprechen für Atlético, aber im Fußball ist alles möglich – besonders, wenn der Schiedsrichter einen solchen Knöllchen verschenkt.
