Barças pokal-traum stirbt trotz 3:0 gegen atlético
Es war nah dran. Verdammt nah. Aber am Ende reichte Barcelonas furioses 3:0 gegen Atlético Madrid im Halbfinal-Rückspiel der Copa del Rey nicht aus, um das 0:4-Desaster aus dem Hinspiel zu tilgen. Hansi Flick und seine Mannschaft sind raus – und das auf die bitterste Art, die der Fußball kennt: mit dem Gefühl, alles gegeben zu haben und trotzdem leer auszugehen.
Bernal und raphinha machen hoffnung, atlético macht die tür zu
Der Teenager Marc Bernal war es, der den Abend ins Rollen brachte. Sein Treffer in der 29. Minute ließ das Camp Nou aufbrausen, und als Raphinha kurz vor der Pause per Foulelfmeter auf 2:0 stellte, war die Stimmung auf dem Siedepunkt. Die Rechnung war simpel: noch ein Tor, und der Traum lebt. Bernal traf in der 72. Minute erneut. Drei Tore, null Gegentore – und trotzdem draußen.
Atlético machte das, was Diego Simeones Teams seit Jahren auszeichnet: Sie verteidigten ihren Vorsprung mit einer Mischung aus taktischer Disziplin und dem nötigen Glück, das man braucht, wenn ein Gegner mit dieser Intensität auf dich einprasselt. Konterchancen? Kaum. Aber die Madrilenen ließen sich nicht aus der Ruhe bringen.

Koundé früh raus, balde ebenfalls – flick improvisiert bis zur erschöpfung
Was den Abend zusätzlich vergiftete: Jules Koundé musste bereits in der 12. Minute verletzt vom Platz. Sein Ersatz Alejandro Balde hielt durch – bis zur 70. Minute, dann auch er angeschlagen raus. Zwei Defensivspieler weg, und Barça spielte trotzdem weiter nach vorne, als wäre nichts gewesen. Das ist das Paradoxe an diesem Abend: Die Leistung war beeindruckend, das Ergebnis trotzdem nicht genug.
Was fehlte, war Präzision im entscheidenden Moment. Lamine Yamal wirbelte, Lewandowski – ohnehin nach seiner Gesichtsfraktur noch nicht dabei – fehlte als Zielspieler. Die letzte Genauigkeit vor dem Tor blieb aus, und Atlético wusste das ganz genau.
Das finale in sevilla findet ohne barça statt
Am 25. April wird in Sevilla ein Endspiel gespielt – aber nicht mit dem Titelverteidiger und Rekordpokalsieger. Das zweite Halbfinale zwischen Real Sociedad und Athletic Bilbao (Hinspiel 1:0) entscheidet am Mittwoch, wer den zweiten Finalplatz bekommt. Real Madrid war übrigens schon im Achtelfinale beim Zweitligisten Albacete Balompié mit 2:3 gescheitert – das ist die Copa del Rey, sie kennt keine Gnade.
Für Flick bleibt der bittere Nachgeschmack: Seine Mannschaft hat in diesem Rückspiel gezeigt, wozu sie fähig ist. Aber ein 0:4 aus dem Hinspiel wegzumachen, das schafft man nicht mit Moral allein. Barça bleibt die La Ligaund die Champions League – und die Gewissheit, dass dieser Abend noch lange nachwirken wird.
