Barça zittert sich ins viertelfinale, newcastle zeigt zähne
Im Camp Nou herrscht keine Selbstverständlichkeit mehr. Der FC Barcelona rettete sich in der Champions-League-Rückrunde erst in der 92. Minute mit einem Elfmeter überhaupt ins Viertelfinale, nachdem Newcastle United im Hinspiel 17 Schüsse abgefeuert und 63 Prozent der Zweikämpfe gewonnen hatte. Die Magpies sind nicht mehr nur Gast, sie sind Bedrohung.

Howes plan funktioniert – auch in barcelona
Trainer Eddie Howe ließ seine Mannschaft am Samstag beim 2:1-Sieg gegen Chelsea genau das trainieren, was gegen Barça gilt: früher Pressing, duellstark, schnelle Umstellung. Die Statistik spricht für den Underdog: In den letzten fünf Pflichtspielen kassierte Newcastle nur zwei Gegentore, beide nach Standards. Gegen den Ball besitzt Barça zwar 71 Prozent, doch die xG-Werte liegen nur bei 1,8 zu 1,4 – ein offenes Rennen.
Flick muss improvisieren. Gavi fällt aus, Pedri ist nur 70 Minuten fit, und im Sturmzentrum hängt Lewandowski mit 35 Jahren allein in der Box. Die Lösung: Raphinha rückt ins Zentrum, Lamine Yamal soll über die Außen das Tempo erhöhen. Die Frage ist nicht mehr, ob Newcastle gewinnen kann, sondern wie lange Barcelona das Tempo mitgeht.
Die Quoten sind längst verschoben. Vor drei Wagen lag die Wahrscheinlichkeit für einen englischen Sieg noch bei 22 Prozent, mittlerweile bei 41. Die Wettanbieter reagieren auf eine Tatsache, die sich nicht mehr wegdiskutieren lässt: Der FC Barcelona hat in dieser Saison gegen Teams mit intensiverem Sprintwert als 135 km/h nur zwei von sieben Spielen gewonnen. Newcastle liegt bei 138.
Die Stunde der Wahrheit schlägt um 21:00 Uhr. Dann zeigt sich, ob Barças Dribbelkönige noch einmal die Kurve kriegen – oder ob Newcastle genau das Spiel macht, für das Howe seine Karriere aufgebaut hat: kein Possession, aber pure Wucht. Die Fans im Camp Nou werden pfeifen, wenn der erste lange Ball auf Isak segelt. Und sie werden still, wenn der zweite ins Netz knallt.
