Barça schreibt handball-geschichte: 11 punkte vorsprung, titel schon in sicht

Der FC Barcelona zieht im Gleichschritt davon. Nach dem 43:26 gegen Ciudad Real beträgt der Vorsprung auf die Verfolger elf Punkte – bei nur noch 16 ausstehenden. Die Liga entscheidet sich nicht mehr auf dem Feld, sondern im Kopf: Wer will diesen Riesen noch einholen?

Ortega’s maschine läuft auf 40-tore-autopilot

Antonio Carlos Ortega schickte seine Kreisel-Elf gegen den Pokalsieger von 2022. Ergebnis: 43 Treffer, zwölf Paraden von Emil Nielsen, jeder Feldspieler außer Frade und Grau mindestens einmal erfolgreich. Die Blaugrana erinnerten an jene Euro-Duelle gegen den ehemaligen BM Ciudad Real, nur dass diesmal der Gegner nicht mitzog, sondern mit offenem Mund stand.

Die Verfolger mucken zwar an, aber sie beißen sich die Zähne aus. Ademar León fegte Viveros Herol mit einem 0:7-Run in 11 Minuten weg, Dicor Balónmano Logroño zementierte Platz zwei mit 33:26 gegen Cangas. Doch selbst wenn sie alle restlichen Spiele gewinnen – der Titel dürfte längst in Katalonien versteckt sein.

Kellerkampf: puente genil wirft huesca in den abstiegsstrudel

Kellerkampf: puente genil wirft huesca in den abstiegsstrudel

Unten wird’s richtig dreckig. Der Ángel Ximénez Puente Genil schickte Bada Huesca mit einem 31:27 in die 2. Liga-Träume. Estepa traf elfmal, die Nerven der Oscenses rissen. 27:31 – die Zahl brennt sich in die Tabelle. Huesca rutschte auf Platz 15, Puente Genil verließ die rote Zone.

Alicante schuf sich Luft gegen Aranda (33:31), doch die letzten zehn Minuten glichen einem Horrorfilm: Vier Tore Vorsprung weg, nur Domenech im Tor hielt die Oberhand. Der Verbleib kostet Nerven, nicht nur Punkte.

Valladolid findet alte abwehrstärke zurück

Valladolid findet alte abwehrstärke zurück

Recoletas Atlético Valladolid besiegte Cuenca 33:25 und bewies: Huerta del Rey kann noch lauten. Nach einer Phase voller Referee-Proteste drehte Juan Manuel Bar auf – acht Paraden, ein sauberes 5:1-System, und schon war die Partie entschieden. Die Pucelanos klettern auf Rang sechs, Cuenca bleibt im Mittelfeld gefangen.

Irún und granollers retten sich mit herz

Bidasoa Irún kämpfte sich gegen Guadalajara durch, obwohl die Gastgeber zweimal aufholten. Ein 5:0-Run nach der Pause war die Antwort des Tabellenvierten. Marcos Fis erzielte neun Treffer, doch erst als Trainer Imanol Garciandia die Deckung auf Zimmerlautstärke schraubte, kam Ruhe ins Spiel.

Fraikin Granollers hingegen nutzte die Schwächephase von Bathco Torrelavega. Nach einer 13:18-Halbzeit-Pleite schalteten die Katalanen den Turbo, wechselten auf 5:1-Deckung und ließen Rubiño allein gegen Fis. Die Schlussphase wurde zum Krimi, doch zwei schnelle Gegenstöße binnen 37 Sekunden besiegelten den 35:33-Auswärtssieg.

Die Liga sprintet auf die Play-offs zu, aber der Meister dürfte schon feststehen. Barcelona spielt nicht mehr gegen Gegner, sondern gegen die Statistik. Die Frage lautet nicht mehr „Wer wird Meister?“, sondern „Wann machen sie es offiziell?“. Die Antwort: vermutlich schon vor dem Finale der Europäischen. Der Rest der Liga kann nur noch die Relegation und die Ehre retten.