Bamberg triumphiert nach verrücktem viertelfinale!

Ein Spiel für die Ewigkeit: Die Baskets Bamberg haben sich in einem denkwürdigen ersten Playoff-Spiel gegen die Ratiopharm Ulm mit 80:74 durchgesetzt. Was als ruhiger Beginn einer neuen Runde aussah, entwickelte sich zu einem Basketball-Spektakel voller Schiri-Kontroversen, unerwarteter Aktionen und einer fulminanten Wende – und das vor den Augen von Dyn-Experte Patrick Femerling, der sichtlich überrascht war.

Bamberg ehrt gavel und onu – ulm übernimmt die kontrolle

Die Partie begann mit einer doppelten Ehrung für Bamberg: Coach Anton Gavel wurde zum Trainer des Jahres gekürt, Ejiofor Onu zum besten Verteidiger der Liga. Doch diese Auszeichnungen schienen den Bamberger Spielern zunächst wenig zu helfen. Ulm zeigte von Beginn an eine beeindruckende Leistung und übernahm die Kontrolle über das Spiel. Nach nur acht Minuten führten die Gäste bereits mit 13 Punkten – ein Start, den selbst Femerling nicht erwartet hätte. Die Bamberger Fehlwürfe häuften sich, und die Ulmer dominierten die Rebounds. Die anfängliche Playoff-Intensität war bei Bamberg schlichtweg nicht zu erkennen.

Vogelwildes viertelfinale: schiri-aufreger und slip-show

Vogelwildes viertelfinale: schiri-aufreger und slip-show

Doch dann kam es zu einer Reihe von Ereignissen, die dieses Viertelfinale in die Sportgeschichte eingehen werden. Zunächst zogen sich die Schiedsrichter über die Kleiderordnung der Bamberger an, was zu ständigen Ermahnungen führte. Der Druck wurde für Demarcus Demonia zu groß, der demonstrativ seine Hose herunterzog, seinen Slip präsentierte und sein Trikot in den Gummi stopfte – eine Szene, die selbst Femerling in seiner Karriere noch nicht erlebt hatte. Die Schiri-Kontroverse ging weiter, als nach der „Slip-Show“ ein Freiwurf für Bamberg zurückgenommen wurde, weil der falsche Spieler die Würfe ausführte. Ein bittere Regel, wie Femerling feststellte.

Bamberg dreht das spiel – gavel setzt sich gegen ex-team durch

Bamberg dreht das spiel – gavel setzt sich gegen ex-team durch

In der zweiten Halbzeit schien Bamberg den Faden zu finden, doch die Auseinandersetzung mit den Schiedsrichtern beeinträchtigte das Spielgeschehen. Erst im vierten Viertel gelang es Bamberg, die Wende zu vollziehen. Ein beeindruckendes 12:0-Teilstück brachte die Bamberger in Führung, und Ulm geriet völlig aus dem Konzept. Anton Gavel, der zuvor 2023 mit Ulm Meister wurde, setzte sich gegen sein Ex-Team durch – ein Sieg, der ihm nach nur zehn guten Minuten gelang.

Demarcus Demonia war mit 18 Punkten für Bamberg der erfolgreichste Werfer, während Christian Sengfelder Ulm mit 13 Punkten unterstützen konnte. Bamberg hat gezeigt, dass sie trotz eines holprigen Starts und ungewöhnlicher Vorkommnisse zu den Top-Teams der easyCredit BBL gehören. Die Serie ist noch lange nicht entschieden, aber Bamberg hat eine klare Botschaft gesendet: Sie sind bereit für die Playoffs.