Balsamo triumphiert: wiebes-disqualifikation überschatten den giro d’italia women!
Caorle – Ein Tag voller Dramatik und Überraschungen beim Giro d’Italia Women! Nur einen Tag nach der nachträglichen Disqualifikation von Lorena Wiebes sicherte sich Elisa Balsamo (Lidl-Trek) den Sieg auf der zweiten Etappe. Ein Triumph, der umso süßer schmeckt, nachdem sie gestern noch bittere Tränen vergossen hatte.

Die wiebes-entscheidung wirft einen langen schatten
Die Disqualifikation von Lorena Wiebes (SD Worx-Protime) aufgrund eines zu leichten Rades sorgte für großes Aufsehen und überschattete den eigentlich strahlenden Tag des Rennens. Das Team SD Worx-Protime reagierte prompt und kündigte an, die Entscheidung anzufechten – doch das änderte nichts an der kurzfristigen Situation. Balsamos Sieg ist somit eng mit diesem kontroversen Vorfall verknüpft.
Auf den 156 Kilometern von Roncade nach Caorle präsentierte sich Elisa Balsamo als die stärkste Sprinterin des Feldes. Hinter ihr belegten Lara Gillespie (UAE-ADQ) und Chiara Consonni (Canyon-Sram) die Plätze zwei und drei. Barbara Guarischi (SD Worx – Protime) übernahm die Aufgabe als Sprinterin ihres Teams und beendete das Rennen als Fünfte.
Für Balsamo war es bereits der vierte Etappensieg beim Giro d’Italia Women und gleichzeitig ihr erster „richtiger“ Saisonsieg, nachdem ihr der gestrige Sieg nachträglich zugesprochen worden war. „Es ist fantastisch, ich bin so glücklich!“, rief sie überwältigt ins Mikrofon. „Die letzten zwei Wochen habe ich so sehr auf diesen Sieg gehofft. Ich widme ihn meinem Onkel.“
Die Italienerin baute ihre Gesamtführung um acht Sekunden auf ihre ärgste Verfolgerin, Gillespie, aus und behauptete sich auch in der Punktewertung. Eleonora La Bella (Aromitalia Vaiano) sicherte sich als Ausreißerin das Sondertrikot für die Bergwertung, während Alessia Zambelli (Top Girls Fassa Bortolo) als beste Nachwuchsfahrerin hervorging.
Ein Blick auf die Details: Balsamo profitierte vor allem von der Abwesenheit Wiebes im Sprint. „Ich war bis zum Zielstrich konzentriert, denn ich wusste, dass die anderen noch im letzten Moment an mir vorbeikommen können, weil sie so stark sind. Aber ich fühlte mich gut und bin sehr zufrieden über meinen Sprint“, so Balsamo.
Die Entscheidung über die Gültigkeit des Rades von Wiebes wird noch erwartet. Bis dahin bleibt Balsamos Sieg ein zweischneidiges Schwert, geprägt von Freude und dem bitteren Nachgeschmack der Umstände. Doch eines ist klar: Elisa Balsamo hat sich ihren Sieg hart erarbeitet und bewiesen, dass sie zu den Top-Sprinterinnen der Welt gehört.
