Bakambu-poker: betis droht lizenz-chaos und klage!
Sevilla bebt – und zwar nicht nur vor Begeisterung über die WM-Qualifikation der Demokratischen Republik Kongo. Der verpasste Rückkehrer Cédric bakambu hat bei seinem Arbeitgeber, Real Betis, für heftige Unruhe gesorgt und eine juristische Auseinandersetzung in Gang gesetzt. Vier Tage zu spät landete der Stürmer in Sevilla, nachdem er die WM-Qualifikationsspiele seines Heimatlandes gefeiert hatte – eine Feier, die nun den Verein vor enorme Probleme stellt.
Wut bei betis: präsident haro schaltet die anwälte ein
Die Enttäuschung beim Betis ist riesig. Präsident Ángel Haro ließ seiner Frustration freien Lauf: „Ich kann nicht sagen, dass ich begeistert bin von der Situation. Über WhatsApp gab es zwar Kommunikation, aber es gefällt mir überhaupt nicht, wie sich das entwickelt hat. Wir arbeiten mit den Verbänden zusammen, und es ist wichtig, sein Land zu vertreten – aber es braucht eben auch Seriosität.“ Die Dienste des Vereinsrechtsanwalts werden nun bemüht, um mögliche Schadensersatzansprüche zu prüfen. Der verpasste Ligaspiel gegen Espanyol und das Aus für die Europa League gegen Braga sind nur die Spitze des Eisbergs.
Die Ursache des Problems liegt in der Verzögerung der Rückreise, die die kongolesische Nationalmannschaft zu verantworten hat. Der Verband soll bakambu vom 3. bis zum 5. Dezember festgehalten haben, was zu einer offiziellen Beschwerde von Betis bei LaLiga, dem spanischen Fußballverband und schließlich der FIFA führte. Man wolle verhindern, dass sich eine solche Situation wiederholt, hieß es.

Disziplinarmaßnahmen für bakambu: vertrag läuft ohnehin aus
Bakambus Vertrag bei Betis läuft im Sommer aus und eine Verlängerung ist unwahrscheinlich. Nun drohen ihm zusätzlich disziplinarische Maßnahmen gemäß dem internen Kodex des Vereins. „Es gibt einen Disziplinarvertrag, den die Spieler unterschreiben. Da gibt es Rechte, aber eben auch Pflichten“, betonte Haro. Die Frage, welche Konsequenzen dies für den Stürmer haben wird, bleibt offen, doch eines ist klar: Seine Rolle im Team könnte durch sein Verhalten erheblich geschwächt werden.
Die Situation wirft ein schlechtes Licht auf den kongolesischen Fußballverband und unterstreicht die Notwendigkeit klarer Regelungen und Verantwortlichkeiten im internationalen Fußballkalender. Betis muss nun die juristischen Optionen prüfen und gleichzeitig die sportliche Führung wiederherstellen, während bakambu sich in seinen letzten Monaten als Spieler des Vereins beweisen muss – ein schwieriges Unterfangen angesichts der Umstände. Es bleibt abzuwarten, ob diese Episode langfristige Konsequenzen für den Spieler und den Verein haben wird.
