Bakambu-debakel: betis tobt über verspätung und droht rechtlichen schritten
Ein Foulspiel der besonderen Art hat sich in Sevilla ereignet: Cédric bakambu, der kongolesische Stürmer von Real Betis, kehrte erst vier Tage nach dem geplanten Termin aus der WM-Qualifikation zurück. Und das hat ordentlich für Unruhe im Umfeld des spanischen Klubs gesorgt, und könnte seine Zukunft in Sevilla gefährden.
Die wm-euphorie und ihre folgen
Nach dem historischen WM-Einzug der Demokratischen Republik Kongo – nach 52 Jahren die Rückkehr auf die Weltbühne – feierte bakambu mit seinen Nationalmannschaftskollegen in ihrer Heimat. Ein verständlicher Brauch, der jedoch in Sevilla auf wenig Gegenliebe stößt. Der Betis-Angreifer verpasste nicht nur das Ligaspiel gegen Espanyol, sondern fällt auch gegen Braga in der Europa League aus. Ein herber Schlag für das Team von Manuel Pellegrini.
Das Problem ist nicht neu: Bereits zuvor hatten Klubs wie Espanyol und Elche, die ebenfalls congolesische Nationalspieler in ihren Reihen haben, Bedenken geäußert. Die Klubs wandten sich an LaLiga, die wiederum die Federación Española de Fútbol und schließlich die FIFA einschalten soll, um solche Situationen in Zukunft zu vermeiden. Doch bei Betis geht man noch einen Schritt weiter.

Betis erwägt rechtliche schritte
Präsident Ángel Haro ließ seiner Frustration freien Lauf: „Ich habe nicht mit ihm sprechen können, es gab wohl WhatsApp-Nachrichten, aber ich bin alles andere als begeistert von der Situation – weder von der kongolesischen Föderation noch vom Spieler.“ Die juristische Abteilung des Vereins prüft derzeit mögliche Schadensersatzansprüche aufgrund der verspäteten Rückkehr des Stürmers.
„Wir haben einen Disziplinarcode, den die Spieler unterschreiben“, betonte Haro. „Es gibt Rechte, aber auch Pflichten. Ich respektiere alle Länder, aber für mich steht Betis an erster Stelle.“ Die Entscheidung des kongolesischen Verbands, bakambu bis zum 5. September festzuhalten, stieß bei Betis auf heftigen Widerspruch.
Bakambus Vertrag läuft zum 30. Juni aus und eine Verlängerung ist unwahrscheinlich. Dieser Vorfall dürfte seine Chancen auf einen Verbleib in Sevilla weiter schmälern. Die Reaktion des Klubs zeigt deutlich: Bei Betis wird die sportliche Integrität und die Einhaltung vereinbarter Termine über alles gestellt.
Die Situation unterstreicht das Spannungsverhältnis zwischen Nationalmannschaftspflichten und den Interessen der Vereine, insbesondere in Zeiten enger Spielpläne und internationaler Engagements. Für Bakambu könnte dies das fatale Ende seiner Zeit in Sevilla bedeuten – ein Preis für den historischen WM-Einzug seines Heimatlandes.
