Bafana bafana: visa-chaos verzögert wm-anreise – kann südafrika noch zuschlagen?
Ein Paukenschlag kurz vor dem WM-Start: Die südafrikanische Nationalmannschaft, die Bafana Bafana, ist erst am Montag in Mexiko gelandet – einen Tag später als geplant. Die Ursache? Ein bürokratisches Desaster um Visa, das in der Heimat für heftige Kritik gesorgt hat und nun die Vorbereitung der Mannschaft erheblich beeinträchtigt.
Die bittere pille der verzögerung
Die Reise sollte eigentlich schon am Sonntag starten, doch vier Mitglieder des Teams – ein Assistenztrainer, der Teamarzt, der Sicherheitsleiter und ein Analyst – hatten zunächst kein Visum erhalten. Dieser Umstand löste in Südafrika einen Sturm der Entrüstung aus. Stellvertretende Sportministerin Peace Mabe bezeichnete die Situation als „schockierend und peinlich“, und betonte, dass dies sich negativ auf die Stimmung und Psyche der Spieler auswirken könnte. „Das muss Konsequenzen haben“, so Mabe gegenüber dem Sender eNCA.
Der südafrikanische Fußballverband (SAFA) entschuldigte sich mittlerweile für die „unerwarteten Reiseverzögerungen“, räumte aber ein, dass ein wertvoller Tag im Reise- und Vorbereitungsplan verloren gegangen sei. Trotzdem scheint die Lage nun weitgehend geklärt zu sein, sodass die WM-Pläne weiterhin verfolgt werden können. Ob diese kurzfristige Turbulenz die Leistung der Mannschaft auf dem Platz beeinträchtigen wird, bleibt abzuwarten.

Das eröffnungsspiel gegen mexiko unter druck
Am 11. Juni (21.00 Uhr MESZ) steht für die Bafana Bafana ein brisanter Test im Azteken-Stadion in Mexiko-Stadt an: das Eröffnungsspiel gegen den Co-Gastgeber Mexiko. Gegner in der Gruppe sind außerdem Tschechien und Südkorea. Die Verwirrung um die Visa wirft nun Fragen auf, ob die Mannschaft trotz der widrigen Umstände in Topform sein kann. Die Fans in Südafrika bangen – ein erfolgreicher WM-Auftritt könnte das Land dringend gebraucht haben, um die negativen Schlagzeilen zu vergessen.
Die Tatsache, dass gerade Schlüsselpersonal im Hintergrund betroffen war, zeugt von einer alarmierenden Nachlässigkeit in der Organisation. Ob sich solche Fehler wiederholen werden, ist fraglich. Eines ist jedoch sicher: Die Bafana Bafana müssen sich jetzt erst einmal sammeln und sich auf das Spiel gegen Mexiko konzentrieren, um den Fehlstart wettzumachen. Der Druck ist enorm.
