Aynaoui: romantische fußball-verwandlung im marokkanischen trikot!
Rom für Rom? El Aynaoui, der zentrale Mittelfeldspieler der AS Roma, scheint in der italienischen Hauptstadt zu kämpfen – doch im Trikot des marokkanischen Nationalteams blüht er auf. Eine Entwicklung, die Trainer Gian Piero Gasperini vor eine echte Herausforderung stellt, insbesondere angesichts der Verletzung von Manu Koné.
Ein schatten seiner selbst in rom
Die bisherige Zeit von Aynaoui in Rom war alles andere als ein Märchen. Ein medialer Hickhack mit Richard Rios, gefolgt von Bankplätzen und einer Ausleihe zur Afrikakrise, markierten einen holprigen Start. Die letzten Auftritte gegen Bologna und Lecce waren schlichtweg enttäuschend. Man munkelt, dass auch private Probleme zu seiner Leistungsminderung beitrugen. Doch was wirklich auffällt: In Rom spielt Aynaoui eine Rolle, die kaum an die beeindruckenden Leistungen erinnert, die er bei Lens zeigte.

Marokko weckt erinnerungen an lens
Im Nationalteam Marokkos hingegen ist Aynaoui eine ganz andere Erscheinung. In den jüngsten Spielen gegen Ecuador und Paraguay steuerte er zwei Treffer bei – ein deutliches Zeichen seiner wachsenden Bedeutung. Bei seinem gestrigen Auftritt in Lens, seiner alten Heimat, brillierte er mit einer beeindruckenden Intensität (sieben gewonnenen Bällen) und einer bemerkenswerten Passgenauigkeit (36 von 37 Pässen im gegnerischen Ballbesitz). Sein entscheidender Treffer, mustergültig vorbereitet von Achraf Hakimi, katapultierte sein Team zum Sieg.
Gasperini steht vor der Entscheidung: Kann der Trainer es schaffen, die marokkanische Energie auch in Rom zu wecken? Aynaoui schien sich bei Lens in seinen Element zu befinden – aggressive Doppelläufe, die er in Rom aufgrund der taktischen Vorgaben Gasperinis selten zeigen konnte. Sein einziges Tor in der Serie A bisher gelang ihm gegen Midtjylland durch einen sehenswerten Fallrückzieher… zu wenig für einen Spieler, der immerhin 25 Millionen Euro gekostet hat.
Die Abwesenheit von Manu Koné macht die Situation noch brisanter. Gasperini ist nun gezwungen, auf Aynaoui zu setzen. Die Frage ist, ob der Mittelfeldspieler in der Lage ist, die Erwartungen zu erfüllen und die Leistungen zu zeigen, die bereits Scouts des Real Madrid aufmerksam gemacht haben. Es bleibt zu hoffen, dass Aynaoui in Rom endlich sein volles Potenzial entfaltet und nicht weiterhin als ein Rätsel für die Fans und den Trainer gilt. Die Hoffnung stirbt zuletzt – und die Leistungen im marokkanischen Trikot lassen auf mehr als nur blasse Hoffnung schließen.
